Jede Wohnung in der von Wohnungsnot geplagten Stadt ist eine Freude. Daher war Thomas Werner (CSU) nicht allein, als er sich im Bauausschuss über die Sanierung und den Neubau in der Löschwöhrdstraße 5/Ecke Stauffenbergstraße freute. Trotz der ungeteilten Zustimmung zu den 17 Wohnungen und zu der Tiefgarage, die in dem (und rund um das) Ämtergebäude entstehen, ging die Einschätzung auseinander, was die Ästhetik betrifft.


Terrassenbau mit Flachdach

Das denkmalgeschützte Gebäude wird momentan vom Landratsamt belegt. Die Behörde hat das Anwesen verkauft und auch die Stadt hat nun ihre Grünfläche vor dem Löschwöhrdgebäude verkauft. Schwer taten sich einige Stadträte im Bauausschuss aber mit dem städtebaulichen Aspekt. Gerhard Zedler (Chef des Bauamtes) präsentierte den Räten eine Planung, die neben dem Altbau einen terrassenförmig abgesetzten Neubau (14,5 Meter hoch) vorsieht.
Das neue lehnt sich nur im Erdgeschoss an das alte Gebäude an und wird mit einem Flachdach ausgestattet. "Der moderne Kontrast ist ausgesprochen schön", urteilte FDP-Stadtrat Sebastian Körber, der selbst Architekt ist. Auch Thomas Werner fand den Entwurf "schön", während Erwin Held (FW) überzeugt war, dass der Terrassenbau "nicht ins Ambiente der Innenstadt passt".


Büttner lehnt ab

Reiner Büttner (SPD) fand die "Schachtelbauweise" so unschön, dass er am Ende als einziger gegen das städtebauliche Konzept stimmte. "Durch den Anbau wird das Löschwöhrdgebäude verlieren", ist Reiner Büttner überzeugt.