Klaus Backer ist der Chef des Ordnungsamtes und sein Büro befindet sich im ersten Stock der Sattlertorstraße 5. Im selben Haus, ein Stockwerk tiefer, ist das Einwohnermeldeamt. Und hier liegen seit Montag jene Unterstützerlisten aus, die über die Kandidatur von Klaus Backer entscheiden.

Denn um bei der Oberbürgermeister-Wahl am 6. März antreten zu können, ist Backer auf 225 wahlberechtigte Forchheimer angewiesen, die für ihn unterschreiben.

Natürlich sei er "neugierig", wie viele sich am ersten Tag in die Liste eintragen werden, sagte Backer am Montag Nachmittag: "Ich weiß, dass welche da waren, aber ich weiß nicht wie viele."

Ende Dezember hatte sich der 51-Jährige von der Initiative Freier Oberbürgermeister Forchheim (FOF) aufstellen lassen. Die ersten zehn Unterstützer-Unterschriften wurden geleistet. Jetzt benötigt Backer also weitere 215, um neben den etablierten Lokalpolitikern Ulrich Schürr (JB), Manfred Hümmer (FW) und Uwe Kirschstein (SPD) als vierter Kandidat in das Wahl-Rennen starten zu können.


Spannung und Zuversicht

Einerseits sei er zuversichtlich, sagt Backer. Aber er wisse auch, dass seine Kandidatur noch lange nicht sicher sei: "Es ist sehr spannend und wenn ich Kandidat werden sollte, dann wird es absolut spannend."

Seit er am 17. Dezember seinen Wunsch bekannt gegeben hat, die Nachfolge des erkrankten Oberbürgermeisters Franz Stumpf (CSU/WUO) antreten zu wollen, fehlt es dem Chef des Ordnungsamtes nicht an Zuspruch. "Aber ein Wort ist schneller ausgesprochen, als der Gang ins Einwohnermeldeamt erledigt ist", sagt Klaus Backer. Mit anderen Worten: Jetzt müssten all jene, die ihre Unterschrift zugesagt hätten, sich auch auf den Weg machen. Der potenzielle OB-Kandidat hofft, dass sich seine Fans nicht allzu viel Zeit lassen.

Denn theoretisch liegt die Unterstützerliste im Einwohnermeldeamt bis zum 25. Januar aus. Doch je eher er die 225 Unterschriften beisammen habe, umso eher könne er offiziell in den Wahlkampf starten, betont Klaus Backer. "Es macht ja keinen Sinn, Geld in Aktionen zu stecken, solange ich offiziell noch kein Kandidat bin", sagt Backer. Er hoffe, bis Mitte Januar die nötigen Stimmen zu haben, um dann mit dem Wahlkampf zu beginnen.