Mit einem anspruchsvollen Adventskonzert in der St. Nikolaus Pfarrkirche neigt sich das Jubiläum zum 950-jährigen Bestehen Pinzbergs (Landkreis Forchheim) seinem Ende entgegen. "It Came Upon the Midnight Clear" intonierte Maria Roth an der Orgel. Frieden, der Weihnachtsgedanke, sei ein schöner Wunsch, meinte Pfarrer Michael Gehret; er baute meditative Brücken zwischen den einzelnen Vorträgen.

Klassisch stimmten Johanna Scherl (Harfe) und Sabine Kreuzer (Zither) mit Stücken wie "Salzburger Weihnachtsmusik" auf das bevorstehende Fest ein. Nie fehlt bei solchen Gelegenheiten auch die Grundschule unter Leitung von Sibylle Wilke und Mathilde Götz. Die Kinder ließen ihrer Begeisterung freien Lauf, zündeten drei Kerzen an, drückten Hoffnung auf Liebe und Frieden lebendig aus.

Viel Harmonie bewiesen die zwölf Kinder mit ihren Flöten, angeleitet von Sabine Kreuzer. Bereits Erstklässler wirken mit. Pfarrer Gehret betonte, wie wichtig Musikausbildung innerhalb und außerhalb der Schule sei. Kritisch ging Gehret mit Weihnachtsbeleuchtung und Liedern in Konsumtempeln bereits Anfang November ins Gericht. Er hofft, dass die erste Heilige Nacht mit aller Einfachheit und Armut ein gutes Beispiel geben möge. "Weihnachten hat eigentlich gar nichts mit Geld zu tun, es ist ein Geschenk Gottes", so seine klare Botschaft an die vielen Besucher im vollbesetzten Gotteshaus.


Eindrucksvolles Orgelspiel

Still wurde es beim "Andante pastorell" von Johann Melchior Dreyer. Maria Greif zeigte eindrucksvoll, was die Orgel als "Königin der Instrumente" emotional und musikalisch bringen kann. Über den großen Teich schauten die Musikschüler des Musikvereins Pinzberg unter Leitung von Markus Erlwein mit dem Lied "We Wish You a Merry Christmas". Unvergessen dürfte der erste gemeinsame Auftritt des Gemeinschaftschores Pinzberg/Dobenreuth in Erinnerung bleiben mit klassischen Adventsliedern. Viele Besucher sehen in dieser Konstellation Chancen, künftig Liedgut mit vielen guten Stimmen gemeinsam in der Gemeinde auf hohem Niveau pflegen zu können.

Die Steigerung folgte noch mit "Die Winterrose" von Kurt Gäble, mit Liederzyklen und Texten zur Weihnachtsgeschichte. Alle Musizierenden - der Musikverein Pinzberg sowie Liederkranz Dobenreuth und Pinzberg - formten perfekte Harmonie. Als alle das "Oh du fröhliche" anstimmten, kehrte Weihnachten spürbar in das Gotteshaus ein.

Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU) sieht in den gelungenen Jubiläumsfeierlichkeiten Pinzbergs ein großes Ereignis und Werbung für den Ort. Er appellierte mit Blick auf Weihnachten für Zuwendung von Mensch zu Mensch mit der Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit. An Silvester, 31. Dezember, finden um 16.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Filialkirche Gosberg die Jubiläumsfeierlichkeiten ihren Abschluss.