Seit letztem Jahr wird die Möglichkeit untersucht, eine Einkaufsmöglichkeit in Weilersbach zu errichten. 96 Prozent der Weilersbacher hatten sich für eine solche Naheinkaufsmöglichkeit ausgesprochen. Mittlerweile ist klar, dass dort ein Edeka-Markt entstehen soll. Dies stößt in Kirchehrenbach auf Unmut.

Bereits die ganze Woche wird heftig diskutiert: Die SPD Kirchehrenbach fürchtet, dass in ihrem Nahkauf dann weniger eingekauft wird und der Kirchehrenbacher Nahversorger schließen muss. Deshalb riefen sie dazu auf, dass die Kirchehrenbacher weiterhin in ihrem Ort einkaufen sollen - selbst wenn ein größeres Geschäft im knapp zwei Kilometer entfernten Weilersbach eröffnen wird.


Daraufhin vermehrten sich Anfang der Woche die Gerüchte, der Weilersbacher Bürgermeister Gerhard Amon (CSU) habe seinen Mitarbeitern, respektive den Angestellten im Kindergarten Weilersbach, verboten, ihre Besorgungen dort zu machen.


Rechtliche Schritte?

"Ich kenne das Gerücht und überlege, rechtliche Schritte deshalb einzuleiten", erklärt Amon, "die Weilersbacher dürfen einkaufen, wo sie wollen. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft." Mehr will der Bürgermeister vorerst nicht dazu sagen.

Auch Erich Lochner vom Nahkauf in Kirchehrenbach will kein Statement abgeben. "Ich werde ständig darauf angesprochen, es reicht mir so langsam", erklärt er auf Nachfrage, "eine Bestellung ist noch offen, die werde ich ausliefern und das war's dann." Damit bestätigt er, dass bisher von Seiten des gemeindlichen Kindergartens, der sich selbst um die Verpflegung sorgt, sehr wohl in seinem Laden eingekauft wurde.

Schwere Lebensmittel wurden von Lochner sogar dorthin geliefert. Die Bestellung, die er jetzt noch ausliefern werde, sei aber schon vor längerer Zeit getätigt worden. "Putzmittel und Lebensmittel haben sie hier geholt", sagt Lochner, besonders die frischen Sachen wurden fast täglich im Nahkauf geholt. Seit zwei Tagen nun nicht mehr. "Ich weiß auch aus sicherer Quelle, dass den Mitarbeitern der Einkauf bei mir verboten wurde", sagt Lochner.