"Ich denke dabei an den Ausbau von Haltestellen, an elektronische Anzeigentafeln und an die Elektromobilität", informierte Klaus Hummel, Leiter der Abteilung Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV) im Landratsamt, die Mitglieder des Kreisausschusses.

Besonders die Knotenpunkte, an denen mehrere Verkehrslinien zusammenlaufen, müssten ausgebaut werden. Als Beispiele nannte Hummel die Bushaltestelle an der Breitenbacher Straße in Ebermannstadt, Anlaufstelle für acht Buslinien.

Auch in Egloffstein soll auf einem kommunalen Grundstück an der Talstraße in Richtung Hammerbühl ein Busbahnhof errichtet werden. "Bei einer Verkehrsschau haben wir festgestellt, dass es dort jeden Morgen zu Staus kommt. Da haben wir uns zum Handeln gezwungen gesehen", so Hummel. Wichtig sei die Errichtung des Busbahnhofes, weil es sich um einen Knotenpunkt handle.
Egloffstein sein ein wichtiger Umsteigepunkt in Richtung Gräfenberg, Gößweinstein, Ebermannstadt und Forchheim.


Flächen sichern

Wolfgang Fees (SPD) mahnte eine rechtzeitige Boden-Bevorratungspolitik an. Da die Pendlerparkplätze jetzt bereits bis zu 90 Prozent ausgelastet seien und die Prognose eine Zunahme der Fahrgastzahlen um 26 Prozent voraussagt, müsse rechtzeitig an eine Erweiterung der Stellplätze gedacht werden. Ebenso forderte er eine Anbindung des Forchheimer Industriegebietes an den Forchheimer Bahnhof.

Während Karl Waldmann (Grüne) um Unterstützung des Antrages seiner Fraktion für eine Ausweitung des Halbstunden-Taktes der Busse bis 20.30 Uhr warb (bisher bis 18.30 Uhr), plädierte Manfred Hümmer (Freie Wähler) für eine bedarfsgerechte Ausweitung des Halbstunden-Taktes. Dort, wo es bereits jetzt nicht angenommen werde, sei es nicht sinnvoll, dieses Angebot bis 20.30 Uhr auszudehnen.

Hümmer hat auch noch eine weitere Lücke im Bus-Angebot ausgemacht: Die Forchheimer Friedhöfe und der Ortsteil Serlbach seien abgehängt. Von Serlbach aus gebe es nur Schulbusse, ein Angebot für Senioren fehle.
Dieser Versorgungsengpass soll mittelfristig geschlossen werden, versprach ÖPNV-Chef Klaus Hummel. Er denke dabei an den Einsatz von Kleinbussen. Wenn der Stadtverkehr das nächste mal überarbeitet wird, sollen auch diese Lücken verschwinden.