Seit kurzem ist Jacqueline Stöcklein aus Heiligenstadt für den Tourismus in der Marktgemeinde zuständig. Sie ist die Nachfolgerin von Anna Zahn, die im September das Amt von Bianca Bittel übernommen hatte. "Frau Stöcklein war Veranstaltungsmanagerin in München", berichtet Bürgermeister Helmut Krämer (CSU/Einigkeit) und sagt weiter, dass sie hauptsächlich wohl für den Tourismus zuständig ist, aber auch Verwaltungstätigkeiten übernehmen soll. "Da haben wir aktuell einen Engpass", bekennt Krämer. Jacqueline Stöcklein soll sich in der nächsten Zeit in die neuen Aufgaben einarbeiten und die touristischen Vertreter in Ebermannstadt, Forchheim oder Nürnberg kennenlernen. Es sollen aber auch die Themen der örtlichen Gastronomie und Hotellerie aufgenommen werden. "Wir hatten letztes Jahr gute Tourismuszahlen und die wollen wir halten oder verbessern", so der Bürgermeister. Es gebe in Heiligenstadt viele Ideen für den Tourismus.

Gastronom Johannes Harrer, der als Dritter Bürgermeister (CSU) Mitglied im Marktgemeinderat ist und ein Hotel gegenüber vom Rathaus führt, meint: "Wir Gastronomen erwarten nicht, dass Frau Stöcklein mit einem kompletten Konzept hier anfängt. Sie soll sich erst einmal in Ruhe einarbeiten."

Blick auf andere Regionen

Nach seiner Ansicht sollte dann aufgenommen werden, was es in der Marktgemeinde an Tourismus gibt. Dann sollte betrachtet werden, was die anderen Gemeinden der Region anbieten und für Heiligenstadt ein Alleinstellungsmerkmal gesucht werden. "Und das sollte kein Unmögliches, sondern ein Umsetzbares sein. Etwas Effektives und Kontinuierliches. Etwas, was uns voranbringt", meint Harrer. Der Gastronom sieht dabei auch über die deutschen Grenzen hinweg: "Wenn man uns mit Österreich vergleicht, sind wir im Tourismus ganz weit hinten." Er fordert auch seine Kollegen auf, dass sie die neue Tourismusbeauftragte unterstützen. Zum Beispiel indem freie Zimmer gemeldet werden, damit im Bürgerbüro als zentrale Anlaufstelle solche Auskünfte verlässlich gegeben werden können. Ein anderes Thema sind die Öffnungszeiten der einzelnen gastronomischen Unternehmen. Diese sollten aufeinander abgestimmt sein, damit Wanderer auch unter der Woche eine Möglichkeit zur Einkehr haben. Johannes Harrer hat nur ein wenig Sorge, ob die Zeit reicht, wenn die neue Tourismusbeauftragte auch noch für die Verwaltung arbeiten soll.