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Leidenschaft

Hallerndorfer legt größtes Puzzle der Welt mit über 40.000 Teilen

Vier bis fünf Stunden am Tag verbringt Peter Schubert damit, ein Puzzlestück ans nächste zu legen.
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Peter Schubert hat die Hälfte des größten Puzzles der Welt gelegt.  Foto: Mathias Erlwein
Peter Schubert hat die Hälfte des größten Puzzles der Welt gelegt. Foto: Mathias Erlwein
Puzzeln gilt als überaus erfolgreiches Gehirnjogging. Es fördert nicht nur die Kreativität, das Denkvermögen, die Merkfähig- und Geschicklichkeit, sondern soll auch dazu beitragen, dass man weniger vergesslich wird.
Zudem werden die Geduld und das Durchhaltevermögen beim Puzzeln geschult. Also nichts wie ran an die vielleicht schon etwas verstaubten Schachteln mit den Puzzleteilen in der Spiele-Schublade. Wie viele Teile hatte denn Ihr bisher größtes Puzzle, das sie jemals in Angriff genommen haben? 500 Teile? Oder gar 1000?

War das Motiv einfach oder hatte es so viele gleich aussehende Teile, dass es ganz schnell wieder bei Seite gelegt wurde?

Dann stellen Sie sich einmal ein Puzzle in etwa so groß wie ein normaler Hausflur vor: 6,80 Meter auf 1,90 Meter. Mit 40 320 Teilen. Dieses mehr als eindrucksvoll Puzzle hat im vergangenen Jahr die Firma Ravensburger auf den Markt gebracht. Es ist laut Guinness World Records das aktuell größte kommerziell erhältliche Puzzle der Welt. Es ist damit etwas für richtige Profis. Einer von ihnen ist Peter Schubert.

Der 48-jährige Hallerndorfer hat es sich gleich nach der Herausgabe gekauft. Es kostet rund 400 Euro und verspricht Puzzlespaß für viele Hundert Stunden. Der Hallerndorfer Puzzlekönig hat jetzt etwas mehr als die Hälfte geschafft. Fünf Monate brauchte er dafür, nach der Schichtarbeit ist das Puzzeln seine liebste Freizeitbeschäftigung. Durchschnittlich etwa vier bis fünf Stunden am Tag verbringt er damit. Am Wochenende gut und gern auch einmal zehn bis 14 Stunden.

"Bis Mai bin ich damit fertig", setzt er sich ein ehrgeiziges Ziel. Für sein zeitintensives Hobby opfert er schon auch einmal ein paar Urlaubstage.


Nur etwas für Könner

Vor elf Jahren hat Schubert seine Leidenschaft für das Puzzeln entdeckt. Sein Faible sind Riesen-Puzzles, er steigerte sich kontinuierlich. Ein Meilenstein war für ihn das erfolgreiche Legen eines Puzzles mit 20 000 Teilen. Sein letztes hatte 33 600 Teile und galt 2015 als das größte der Welt.

Jetzt sind es also über 40 000 Teile. Es handelt es sich um eine Herausforderung, die sich Peter Schubert nicht entgehen lassen konnte. Das Motiv heißt "Unvergessliche Disney-Momente". Auf zehn Szenen verteilt und einzeln verpackt zu etwa 4320 Stück sind unter anderem die Walt-Disney-Filmfiguren wie Bambi, König der Löwen, der Zauberlehrling, Schneewittchen, das Dschungelbuch und Dumbo dargestellt.

Etwa eineinhalb Quadratmeter ist jedes Motiv groß, sie gehen ineinander über. "Es sind schöne Farben, ein herrliches Puzzle", findet der Profi. Aber es sei auch sehr anspruchsvoll. "Gerade die Sequenz vom Zauberlehrling ist etwas für gehobene Ansprüche", urteilt er, nachdem er die goldene Mitte der Aufgabe jetzt bewältigt hat. Ob er der erste sein wird, der das Puzzle schafft, bleibt abzuwarten. "So viele sind es nicht, die sich daran versuchen", weiß er aber. Es gibt aber auch Puzzlefreunde, die sich zusammentun und gemeinsam an einem Puzzle arbeiten.

Grundsätzlich konzentrtiert sich Schubert beim Puzzeln auf auffällige Flächen. Und Geduld, vor allem darauf komme an.