Ob das Damen-Präsent DOOF (Dampfbügleisen - Ohrwärmer - Ondulierstab - Friteuse) oder der Herren-Klassiker KRASS (Krawatte - Rasierwasser - Autoatlas - Socken - Schal): Vor allem die Last-Minute-Geschenke sind es, die nach Weihnachten über die Ladentheke zurück in die Regale wandern.

Aber die große Umtausch-Welle, die noch vor einigen Jahren nach dem Weihnachtsgeschäft so voraussehbar war, wie das Nadeln des Christbaums nach Dreikönig, ist mittlerweile abgeebbt. "Bisher kommt wenig zurück" , berichtet Ringo Sauer, Bereichsleiter im Forchheimer Globus-Markt.

Wer Unentschlossen bei der Auswahl der Geschenke gewesen sei, der habe vor allem zu Präsentkörben gegriffen - oder es seien Gutscheine gekauft worden. Eine immer beliebtere Methode um Fehlgriffe zu vermeiden.


Eine Gutschein-Offensive

"Wir bieten Gutscheine offensiv an und verzeichnen damit seit vier Jahren eine positive Entwicklung", erklärt der Globus-Bereichsleiter. Das Risiko, mit einem Gutschein daneben zu liegen, sei überschaubar.

Auch beim Modehaus Schick ist die Umtauschwelle längst kein Thema mehr. "Es wird nicht mehr so oft Ware verschenkt, es liegen immer mehr Gutscheine unter dem Christbaum", stellt Verkäuferin Maria Trautner fest. Und wenn Textilien gekauft würden, dann wähle der Kunde überlegter aus.

Bei Lederwaren Körber in der Hornschuchallee verzeichnete Sandra Neubauer am ersten Geschäftstag nach den Feiertagen lediglich den Umtausch von drei bis vier Artikeln. "Was noch kommt, das sehen wir erst am Ende der Woche".


Meist wird nur Henkelware umgetauscht

Beim Elektronikmarkt "Expert" erklärt Marktleiter Suad Muratovic: " Die große Umtauschwelle, wie früher, die gibt es heute nicht mehr". Der Kunde kaufe gezielt - und wenn er nicht wisse, was es sein soll, dann greife er zum Gutschein.

Retouren gebe es höchstens bei Elektro-Kleingeräten, der so genannten Henkelware. "Jedes Jahr einen Wecker geschenkt zu bekommen, das geht auf den Wecker", scherzt der Expert-Marktleiter