MdL Michael Hofmann (CSU) strahlt. Dem viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke Forchheim-Bamberg und damit dem Haltepunkt Forchheim-Nord stehe nichts mehr im Wege, erklärt er bei einem Ortstermin an der Dietrich-Bonhoeffer-Unterführung. "Wir stehen unmittelbar vor der Unterzeichnung der Verkehrs-Aufgabenstellung", sagt Hofmann. Sei dieses Papier (kurz VAst) unterschrieben, könnten die nächsten Schritte zur Realisierung des S-Bahn-Haltepunktes Forchheim-Nord in Angriff genommen werden.

"Alles, was der Freistaat unternehmen konnte, dass der Haltepunkt Forchheim-Nord realsiiert werden kann, wurde unternommen", betont Hofmann. Sein Landtagskollege Torsten Glauber (FW) widerspricht: "Bis heute hat der Verkehrsminister den Haltepunkt Forchheim-Nord bei der Bayersichen Eisenbahn-Gesellschaft nicht bestellt." Da der Haltepunkt aus den so genannten Regionaliserungsmitteln finanziert werden müsse, gehe es einzig und allein darum, dem Versprechen, dass der
Haltepunkt Forchheim-Nord bekommt, auch Taten folgen zu lassen.


Haltepunkt bestellen

Deshalb steht auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Landtagsausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr am Donnerstag, 13. November, ein Antrag der Freien Wähler, in dem Glauber fordert, "den S-Bahn-Haltepunkt Forchheim-Nord umgehend bei der Bahn AG zu bestellen, damit er planfestgestellt werden kann und in die laufenden Bauarbeiten für die ICE-Strecke Nürnberg - Ebensfeld einfließt."

"Alles im grünen Bereich", beruhigt Michael Hofmann. Es habe zwei Monate gedauert, bis die Bahn AG signalisiert habe, dass eine zusätzliche Haltestelle im Forchheimer Norden realisierbar sei. Die Bahn habe signalisiert, dass die Vorstellungen der Bayerischen Staatsregierung akzeptabel seien. Nun gehe es aber um die Details. "Und da brauchen wir die Bahn, weil die den vierspurigen Ausbau der Bahnstrecke Forchheim-Bamberg plant. In dieses Konzept muss der Entwurf für den neuen Bahnhof Forchheim-Nord eingearbeitet werden."

Was Hofmann zuversichtlich stimmt ist die Tatsache, dass die Zahlen von tausend Bahnfahrern pro Tag, die an ein einem Haltepunkt Forchheim-Nord aus - und einsteigen, von der Bahn wohl endgültig anerkannt seien. Zum anderen habe ihm Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) versichert, dass am vierspurigen Ausbau der Bahnstrecke von Nürnberg nach Erfurt kein Weg vorbei führe.


Lärmschutz für alle

"Das ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke", unterstreicht Hofmann, der strikt dagegen ist, den Abschnitt zwischen dem geplanten Überholbahnhof Forchheim-Nord und Bamberg zweispurig zu belassen. Schon allein aus Lärmschutzgründen sei das ein unhaltbarer Zustand.

Das sieht auch Glauber so. Er hat für die Sitzung des Verkehrsausschusses im Bayerischen Landtag am Donnerstag einen weiteren Antrag eingereicht, in dem er den Wegfall des so genannten Schienenbonus beim Ausbau der ICE-Strecke fordert. Entlang der gesamten Trasse, so Glauber, müssten die aktuellen Lärmschutz-Richtlinien angewandt werden. Der für Bamberg ins Auge gefasste Lärmschutz müsse auch für Eggolsheim oder Forchheim gelten.

Hofmann ist so überzeugt, dass der Bahnhof Forchheim-Nord kommen wird, dass er jetzt bereits darauf hinweist, sich rechtzeitig Gedanken über den Standort zu machen. Er regt eine Diskussion an, ob der bislang ins Auge gefasste Standort an der Dietrich-Bonhoeffer-Unterführung wirklich ideal ist. Schließlich brauche so eine Haltestelle auch Platz. Da müssen Gleise verschwenkt werden und wenn die Trasse zu nahe an den Häusern verläuft, könnte das zu einer Ablehnung bei der Bevölkerung führen. In so einem Fall sei es sinnvoll, bei der Planung des Haltepunktes eine Alternative, einen Plan B, in der Hinterhand zu haben.