Die "Firma SH GmbH & C. Projektentwicklungs KG" mit Sitz im niederbayerischen Pfarrkirchen investiert in den Neubau des "Seniorenzentrums Gößweinstein" anstelle der bereits abgerissenen Jugendherberge in der Etzdorfer Straße rund sechs Millionen Euro. Die Gaststube des Gasthofes "Zur Fränkischen Schweiz" war am Montagabend gut gefüllt, als Investor und Bauträger Helmut Stranzinger, Vorstandsmitglied Alexander Brehm von der Volksbank Forchheim und Anja Zimmermann und Josefine Maurer vom BRK-Kreisverband Forchheim das Konzept für das 44-Betten-Haus mit 39 Appartements in drei Stockwerken, der Tagespflegeeinrichtung und der ambulanten BRK-Pflegestation vorstellten. Stranzingers Partner in der Region sind nämlich das BRK Forchheim und die Volksbank Forchheim.

Insgesamt entstehen im Seniorenzentrum Gößweinstein 39 Wohnungen, aufgeteilt auf das Erdgeschoss mit sieben Einraum- und zwei Zweiraumappartements und der Tagespflegeinrichtung, die das BRK für vorerst 25 Jahre mieten wird, sowie auf das erste und zweite Obergeschoss. Um unterschiedliche Wünsche der künftigen Bewohner abzudecken, werden verschiedene Appartementgrößen von zirka 24 bis knapp 50 Quadratmeter realisiert, die als Eigentumswohnungen zwischen 114 122 Euro und 224 380 Euro kosten werden.

Die Kaltmiete für ein Appartement mit 24 Quadratmetern wird etwa 380 Euro betragen, was günstiger ist als die bisherige Zuzahlung der Heimbewohner im BRK Altenheim Behringersmühle mit zirka 410 Euro für die Unterkunftskosten. 40 von 50 der in Behringersmühle noch lebenden Heimbewohner sollen bevorzugt werden, wenn es darum geht, die Appartements in Gößweinstein zu vermieten.

Schwerstpflegebedürftige, die rund um die Uhr betreut werden müssen, oder Demenzkrake können in Gößweinstein allerdings nicht aufgenommen werden. Dies gibt das neue Konzept mit der Tagespflege und dem noch zu gründendem ambulanten BRK-Pflegedienst, den Josefine Maurer leiten wird, nicht her.


Vorzeigeprojekt des BRK

Leiterin des neuen Seniorenzentrums wird die bisherige Behringersmühler Heimleiterin Anja Zimmermann, die betonte, das Gößweinstein ein Vorzeigeprojekt des BRK auf dem Land werde. Etwa 100 Interessenten habe man schon, die eines oder mehrere der Appartements kaufen wollen. Bevorzugt werden sollen jedoch einheimische Käufer. Verkaufsstart ist am 28 Januar, vermarktet wird das Ganze auch durch die Volksbank Forchheim, die als finanzstarker Partner einspringt, falls nicht gleich alle Wohnungen verkauft werden können.

Der neue ambulante BRK-Pflegedienst, der nicht nur die künftigen Bewohner des neuen Seniorenzentrums betreuen kann sondern auch externe Pflegebedürftige, wird noch Mitte dieses Jahres in Behringersmühle gegründet. In Gößweinstein entstehen zudem 30 Tagespflegeplätze durch das BRK, die individuell buchbar sind, auch für Pflegebedürftige außerhalb der Einrichtung. Gegen eine Monatspauschale bietet das BRK unter anderem die Pflegeberatung, einen Hausnotruf- und Medikamentenservice, ein Erste-Hilfe-Training für Senioren, kulturelle Veranstaltungen oder Vorträge und einen Fahrdienst an. Darüber hinaus auch kostenpflichtige Wahlleistungen, die größtenteils über die Pflegeversicherung finanziert werden können. So unter anderem die Haushaltshilfe, Verhinderungspflege aber auch die Begleitung zu Ärzten und Ämtern oder einen Wäschedienst und vieles mehr.
Stranzinger Ziel ist es, dass das Seniorenzentrum Gößweinstein am 1. März 2018 eröffnet werden kann. Zeitgleich gehört dann das BRK-Altenheim in Behringersmühle der Vergangenheit an.