Die Dorfgemeinschaft Walkersbrunn hat beantragt, die Stadt Gräfenberg möge beim Amt für ländliche Entwicklung einen Antrag auf Dorferneuerung für Walkersbrunn, Kasberg, Rangen und Schlichenreuth stellen. Die geplante Ortsumgehung sei dabei zu berücksichtigen.

Schon vor zwei Monaten hatte die Freie-Wähler-Fraktion den Antrag gestellt, wurde vom Stadtrat aber gerügt, dass diese vorgegriffen habe. Der Antrag müsse von der Dorfgemeinschaft Walkersbrunn selbst kommen. Diese meinte damals, eine Dorferneuerung ohne Umgehungsstraße ergebe wenig Sinn.

In der Bürgerversammlung sollte das Ganze auf den Tisch kommen. Das tat es, und so sprachen sich in der Versammlung in Walkersbrunn Anfang November die Bürger mehrheitlich für eine Dorferneuerung mit den beteiligten Orten aus.


Kontakt mit Launert

Der CSU-Stadtrat Lars Laufer hatte die Bürgerversammlung in Walkersbrunn genutzt, um mit der Bayreuth-Forchheimer Bundestagsabgeordneten Silke Launert (CSU) Kontakt aufzunehmen. Sie erklärte sich sofort bereit, sich für eine Höherstufung der Umgehungsstraße einzusetzen. In einer Pressemitteilung machte sie das auch deutlich. "Schon seit vielen Jahren ist eine Umgehungsstraße für die Ortschaft Walkersbrunn angedacht. Aber die Realisierung des Vorhabens steht nach wie vor aus. Grund hierfür ist insbesondere, dass dem Projekt seitens des Staatlichen Bauamts bislang keine hohe Priorität beigemessen wird", schrieb Launert in der Pressemitteilung.

Weiter machte sie deutlich, dass sich die Situation nun anders darstelle durch den Wunsch der Dorferneuerung: "Eine Dorferneuerung ist nur dann wirklich zielführend, wenn auch die Umgehungsstraße realisiert wird. Um tatsächlich eine Aufwertung der Ortschaft zu erreichen, muss der Durchgangsverkehr umgeleitet werden."


Lärm durch Lastwagen

Derzeit werden die Anwohner mit Lärm des Schwerlastverkehrs belästigt. Silke Launert betonte, dass sich dieses Projekt von anderen positiv abhebe, da die benötigten Grundstücksflächen bereits vom Freistaat erworben worden seien. "Der Zeitaufwand für die Umsetzung des Projekts hat sich damit deutlich reduziert", führte Launert aus.

Das Schreiben ließ sie auch dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und dem Staatlichen Bauamt zukommen. Der Stadtrat Gräfenberg sieht das ähnlich. Die Umgehungsstraße würde den Ort aufwerten.

Vor allem der Walkersbrunner Stadtrat Matthias Ebenhack (CSU) nannte auf Anfrage die Bushaltestelle, die in der engen scharfen Kurve steht, als Gefahrenpunkt. Durch eine Dorferneuerung könne hier eine sicherere Lösung gefunden werden. Die Ortsumgehung würde das Problem lösen.

Einstimmig wurde beschlossen, einen Antrag auf Dorferneuerung mit den Orten Kasberg, Rangen und Schlichenreuth und mit Berücksichtigung der Ortsumgehung beim Amt für ländliche Entwicklung zu stellen.


Thema Schulschwimmen

Das Thema Schulschwimmen fand in der Jahresschlusssitzung des Stadtrats Platz. Eigentlich hätte Gräfenberg Vorreiter bei der Behandlung des Themas sein sollen, meinten die Stadträte. In allen anderen Kommunen, die in dem Gräfenberger Hallenbad ihren Schwimmunterricht halten, war das weitere Vorgehen Schulschwimmen bereits positiv behandelt worden.

Das Gräfenberger Hallenbad muss saniert werden. Auch über einen Neubau wurde nachgedacht. Das ist ohne staatlichen Zuschuss jedoch nicht möglich. Die beteiligten Kommunen müssen deshalb verbindlich zusichern, auch in den nächsten 25 Jahren das Bad zum Schulschwimmen zu nutzen. Die anderen Kommunen hatten ihre Zusage bereits erteilt. Auch Gräfenberg stimmte zu, um den Kindern weiterhin zu ermöglichen, das Schwimmen zu lernen. Die Nichtschwimmerquote konnte durch den regelmäßigen Schwimmunterricht auf zwei Prozent gesenkt werden.