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Weilersbach
Gemeinderat

Fränkische Schweiz: Gemeinderäte machen sich vor Ort ein Bild

Auf eine rollende Sitzung begab sich der Gemeinderat von Weilersbach. Vor Ort wurden verschiedene Projekte begutachtet, so die Sanierung der Schule mit Turnhalle.
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Bürgermeister Marco Friepes (weißes T-Shirt) erklärt die Sanierung der Schule; rechts am Pavillon können  sich die Räte anhand von Planunterlagen über die anstehenden Maßnahmen  informieren.      Foto: Karl Heinz Wirth
Bürgermeister Marco Friepes (weißes T-Shirt) erklärt die Sanierung der Schule; rechts am Pavillon können sich die Räte anhand von Planunterlagen über die anstehenden Maßnahmen informieren. Foto: Karl Heinz Wirth

Der Gemeinderat Weilersbach informierte sich in einer rollenden Sitzung unter anderem über den Stand der Modernisierungsmaßnahmen der Schule sowie Turnhalle. Der Ingenieur Matthias Stelzl vom Planungsbüro Schultes aus Grafenwöhr erläuterte den Gemeinderäten den Sanierungsfortschritt vor Ort. Außerdem warf das Gremium einen Blick auf das Wasserhaus und die einzelnen Hochbehälter, den Parkplatz an der Vexierkapelle, den Spielplatz in Reifenberg, das Gelände um das Feuerwehrhaus und informierte sich über den Baufortschritt der Vereinsheime sowie des Bikeparks und über die Modernisierungsmaßnahmen am Sportgelände. Die Gemeinde Weilersbach investiert in die Bildung. So stimmte das Ratsgremium den weiteren Sanierungsmaßnahmen an der Grundschule geschlossen zu. Nicole Hager (BR) als neues Gemeinderatsmitglied empfand die vor Ort anberaumte Ratssitzung als sehr gut. "So können wir uns ganz genau vorstellen, um was es geht und wesentlich besser Entscheidungen treffen", sagte Hager, und die Neugewählten im Ratsgremium stimmen ihr zu. Rund 2,5 Millionen Euro kostet die umfangreiche energetische Außen- und Innensanierung. Matthias Stelzl stellte die Sanierungsplanung für Schulhaus und Turnhalle vor. Unter dem Dach der Schule sind auch die Turnhalle und die Mittagsbetreuung untergebracht. Die Grundschule hat vier Klassen. Dort werden in den vier Klassenzimmern 64 Kinder von der ersten bis vierten Klassenstufe von vier Lehrerinnen unterrichtet. Zusätzlich findet nach den Unterrichtszeiten eine Mittagsbetreuung statt. "Die Schule erfährt eine umfangreiche energetische Sanierung", sagte Bürgermeister Marco Friepes (CSU/AB). So wurde die alte Ölheizung durch eine moderne Pelletheizung ersetzt, die über einen sehr guten Wirkungsgrad verfügt und strengste Emissionsgrenzwerte erfüllt. Der ehemalige Tankraum wird nun als Lagerraum genutzt für fünf bis sieben Tonnen Pellets. Die Kosten für die neue Heizung belaufen sich auf circa 100 000 Euro.

Schüler entscheiden über Farbe

Die Außenfassade erhält einen neuen Anstrich. Welche Farbe die Schule bekommen soll, überließ man den Schülern. "Dazu erhielten die Schüler eine Skizze der Schule, die sie mit ihrer Fassadenfarbe ausmalten und dem Architekten mitgaben", berichtete Rektorin Sigrid Nöth-Nix.

Fluchtbalkon mit Treppenanlage

Erneuert werden Wasserleitungen, Duschen, Waschbecken in den Klassenzimmern und wo erforderlich die Böden, wie Bürgermeister Friepes erläuterte. Als zweiter Rettungsweg im Rahmen des Brandschutzes ist der Anbau eines Fluchtbalkons mit Treppenanlage vorgesehen. Der Einbau eines Behinderten-WC ermöglicht künftig allen - auch Besuchern - den barrierefreien Zugang zu sanitären Anlagen. Als Nächstes steht laut Stelzl die energetische Dachsanierung der Turnhalle und der Grundschule an. Hier machte Friepes den Vorschlag, die Dachfläche der Schule mit einer Photovoltaikanlage auszustatten. Der Strom könnte für die Schule und der nicht verbrauchte in das Netz eingespeist werden. Bevor man jedoch mit der Verwirklichung der Anlage beginnt, sollen erst die Kosten für eine PV-Anlage ermittelt werden. Dem stimmten die Räte einstimmig zu.

Düstere Stimmung in der Halle

Viel Geld verschlingt auch die Sanierung der Schulturnhalle, die 2021 ansteht. Die Halle verbreitet selbst bei schönstem Sonnenschein eine düstere Stimmung. So empfanden es die Räte bei der Besichtigung: Dunkle Wände, Holzdecken und Fenster lassen wenig Licht zu. "Die Halle hat ihre Nutzungsdauer erfüllt", sagte Marco Friepes, und die Rektorin Nöth-Nix stimmte ihm zu. "Nur mit der Zustimmung der Genehmigungsbehörden ist es möglich, die Turnhalle zu nutzen", erläuterte die Rektorin. Die anstehende Sanierung ist umfangreich und nicht nur energetischer Art: So muss dringend der Boden der Halle erneuert werden. Weiter müssen aus Sicherheitsgründen die Seitenwände mit einem Prallschutz versehen sowie neue Fenster eingebaut werden. Im Zuge der Hallensanierung würden ebenfalls eine helle Rasterdecke mit Schallschutzeigenschaften und die Türen ausgetauscht, erklärte Friepes.

Alte Sportgeräte

Dass dann auch die alten Sportgerätschaften erneuert werden, sei selbstverständlich, meinten die Räte. Die Sanierung der Turnhalle wird mit circa einer Million Euro veranschlagt. Neugestaltet wird ebenfalls die Außenfläche. Neben Kombi-Spielgeräten entsteht auch genügend Freifläche zum Spielen. Bäume mit Sitzpodesten spenden Schatten, die der Anlage einen schönen Rahmen geben sollen. Die geschätzte Bauzeit der Sanierung ist bis Ende 2021 vorgesehen, wie Friepes ausführte. Während der Sanierungsphase werden lärmintensive Arbeiten außerhalb des Schulbetriebs und in den Ferien durchgeführt und der Sportunterricht erfolgt überwiegend als Schwimmunterricht. "Lehrer wie Schüler freuen sich schon auf ihre helle, lichtdurchflutete und barrierefreie Schule vor Ort mit der schönsten Aussicht aufs Walberla", sagte Rektorin Sigrid Nöth-Nix.