"Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, die Flächenversiegelung um zwei Drittel zu senken, dazu müssen auch die Kommunen und Landkreise beitragen", argumentierte Grünen-Fraktionsvorsitzender Karl Waldmann. Durch den Verbleib im Bundesverkehrswegeplan würde sich die Situation der Anwohner nicht verbessern, da nicht mit schnellen Ergebnissen zu rechnen sei. Stattdessen sollten der Landkreis und die betroffenen Kommunen gemeinsam nach kleinen Lösungen suchen, die zeitnah verwirklicht werden können.

Vordringlicher Bedarf

Ex-MdB Sebastian Körber (FDP) entgegnete, man solle die Landkreisbürger im Fokus behalten anstelle der Bundespolitik: "Dieses Projekt jetzt zu unterwandern und aus dem Plan zu streichen, wäre fahrlässig. Wenn wir das tun, wird sich die Situation für die Anwohner über Jahrzehnte nicht verbessern." Die Ostspange soll 2015 in den vordringlichen Bedarf des Verkehrswegeplans aufgenommen werden. "Ich werde den Teufel tun, diesen Antrag zu unterstützen, die B 470 ist die wichtigste Lebensader der Fränkischen Schweiz", sagte Eduard Nöth (CSU). Der Antrag der Grünen wurde mit 13:41 Stimmen abgelehnt.