Im oberfränkischen Forchheim werden 61 neue "öffentlich geförderte" Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 4.291,02 Quadratmetern errichtet, teilt die Stadt Forchheim am Freitag (18. Juni 2021) in einer Pressemeldung mit. Der erste Bauabschnitt soll demnach am ersten August dieses Jahres beginnen, der zweite etwa ein Jahr später. Die Stadt rechnet mit einer Gesamtfertigstellung Mitte 2023.

Die Neubauten in der Paul-Keller-Straße und der Bammersdorfer Straße entstehen als Ersatz für Wohngebäude, die in der Nachkriegszeit errichtet wurden und deren Sanierung wirtschaftlich nicht mehr tragbar war, sodass sie abgerissen werden müssen, heißt es vonseiten der Stadt.

Neue Wohnungen in Forchheim werden zu großen Teilen aus Holz gebaut 

Für den Bau hätten sich die beteiligten Wohnungsbauunternehmen WVG (Wohnungsbau- und Verwaltungsgenossenschaft Forchheim eG) und GWS (Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft der Stadt Forchheim mbH) für eine "innovative Holz-Hybridbauweise" entschieden. Diese Bauweise verbinde die Vorteile von Holz, Beton und Hybridbau in Fertigbauteilen mit einem maximalen Vorfertigungsgrad.

Außerdem spiele dabei auch die Nachhaltigkeit eine Rolle. Holz wächst nach und bindet auch in verbautem Zustand eine Tonne Kohlenstoffdioxid pro Kubikmeter. Zudem sollen die Wohnhäuser im KfW-Effizienzhaus-40-Standard errichtet werden.

Als Partner haben sich die beiden Wohnungsbauunternehmen für die Firma Simply Timber Solutions aus Erlangen entschieden. "Die Firma konnte sich gegen weitere Konkurrenten mit ihrem innovativen Konzept aus effizienter Raumnutzung, intelligenten Grundrissen sowie einem ausgewogenen Wohnungsmix aus Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen durchsetzen", teilt die Stadt mit. Die Bewilligungsmieten konnten, je nach Einkommenssituation, auf 5,70 Euro bis 7,70 Euro je Quadratmeter Wohnfläche monatlich kalt festgelegt werden.

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