Es gab ein Programm mit Live-Musik an den Abenden und vielen Aktionsmöglichkeiten für alle Generationen. Entstanden ist der Dorftreff in der Ortsmitte neben dem Gemeindezentrum aus dem örtlichen Jugendtreff, der 1994 gegründet wurde.

"Aus einer losen Truppe, die sich regelmäßig traf, gründeten wir einen Jugendtreff. Der Platz im Zentrum war dafür optimal", erinnert sich der Gründungsvorsitzende Matthias Gößwein. Acht Jahre stand er den "Faulenzern" vor, die sich immer wieder aktiv ins Gemeindeleben einbringen und vor allem die große Kirchweih mit Festzelt und Live-Musik ausrichten. Sein Nachfolger Daniel Jere war von 2002 bis 2011 im Amt, ihm folgte Jonas Roppelt bis 2017. "Dass der Dorftreff heute - komplett renoviert, ausgebaut und mit neuester Technik ausgestattet - seinen festen Platz dort hat, wo alles anfing, ist das Ergebnis eines Bürgerbeteiligungsprozesses", erzählt Roppelt.

Eigentlich sei seitens der Gemeinde geplant gewesen, das Gebäude an die Sparkasse zu verkaufen und den Jugendtreff gegenüber anzusiedeln. Die Bevölkerung sprach sich bei einem Bürgerfrühstück 2015 jedoch gegen diese Pläne aus. Im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek) wurde das jetzige Schmuckstück schließlich verwirklicht.

"Die Mitglieder des Jugendtreffs brachten ihre konkreten Vorstellungen ein. Wir haben in der ersten Bauphase das Gebäude dann selber komplett entkernt", sagt Roppelt. 2017 - noch während der Sanierungsarbeiten - folgte der Schritt vom Jugend- zum Dorftreff, der am 18. Juni ins Leben gerufen wurde. Als Vorsitzender wurde Max Hofmann gewählt. Seit der Gründung stieg die Zahl der Dorftreff-Mitglieder von 19 auf 90 an. "Unser Ziel mit dem Wandel vom Jugend- zum Dorftreff ist es, dieses einmalige Gebäude noch stärker zu beleben und einen Ort für alle Generationen zu schaffen", erklärt Hofmann. Nach knapp über einem Jahr "Laufzeit" könne man mit Fug und Recht sagen, dass dies bisher sehr gut gelungen ist.

Die Veranstaltungen seien immer gut besucht, der Dorftreff vier Tage die Woche abends geöffnet. Bürgermeister Claus Schwarzmann hält die Einrichtung für ein "einmaliges Beispiel eines Jugend- und Dorftreffs mitten im Ort". Es mache Spaß, die "fleißigen Jungen und Junggebliebenen mit ihrem ausgeprägten Sinn für Gemeinschaft und mit ihrer Lust am Feiern zu erleben". Schwarzmann hob noch einmal besonders hervor, dass zum "Faulenzer" auch die jährliche Zeltkerwa gehört, die einen enormen Kraftakt darstelle und mit hoher Professionalität betrieben werde. "Unsere Kerwa ist durch euch zum Kult geworden", betonte er.