In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ist Erich Bauer (DEL) als neues Ratsmitglied vereidigt worden. Außerdem ist über ein neues Raumnutzungskonzept für die Grundschule Effeltrich, über die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes für das Areal beim Rathaus inklusive Festplatz und über Bebauungsfestsetzungen für den Vorplatz des Rathauses beraten worden.

Zu Beginn der Sitzung vereidigte Bürgermeisterin Kathrin Heimann den neuen Gemeinderat, der nach dem Ausscheiden von Christoph Wurmthaler für die DEL nachgerückt war. Bauer leistete den Amtseid: Er gelobte, dem Grundgesetz der Bundesrepublik und der Verfassung des Freistaates Bayern treu zu sein, den Gesetzen zu gehorchen, seine Amtspflichten zu erfüllen und die Rechte der Selbstverwaltung zu wahren.


Der neue Gemeinderat wird in Zukunft auch die Aufgaben eines Verbandsrats in der paritätisch besetzten Verbandsversammlung der Leithenberg-Gruppe zur Wasserversorgung übernehmen, da der DEL in diesem Gremium zwei Mitglieder zustehen. Bauers Vertreterin ist Susanne Lasch-Siebold. Bereits in der vorherigen Gemeinderatssitzung hatte die neue Schulleiterin Silke Schür in Bezug auf das vom Gemeinderat gewünschte Raumnutzungskonzept auf die Erfahrungen der Experten für Schulentwicklungsprozesse bei der Firma LernLandSchaft hingewiesen.


Fit für die Herausforderungen

Karin Doberer, die Gründerin und Geschäftsführerin der Firma, stellte sich dem Gemeinderat vor. Auf der Basis der Grundidee, dass Lernkultur, Raumkultur und Teamkultur zusammengehören, erarbeitet sie seit 15 Jahren neue Konzepte, um in einer offenen Schule die Schüler auf die Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels und der Globalisierung vorzubereiten. Dafür ist eigenmotiviertes Lernen in einer neuen Lernumgebung, in neu gestalteten Räumen notwendig. Wie sähe das in Effeltrich aus? Karin Doberer hat darauf keine pauschale Antwort gegeben.

Sie erläuterte, dass diese erst das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses sein könne, bei dem Lehrer, Eltern, Elternbeirat, Förderverein und Gemeinderat gemeinsam an der Fragestellung arbeiten: Wie wollen wir auf der uns zur Verfügung stehenden Gesamtfläche modernes Lernen für etwa 80 Schüler gestalten? Um dies herauszufinden, bietet die Firma LernLandSchaft beispielsweise einen öffentlichen Impulsvortrag für 500 Euro oder halbtägige Workshops für 1020 Euro an. Drei solcher Workshops müssten wohl stattfinden, um einen auf Effeltrich zugeschnittenen Masterplan aufzustellen.

Danach wurde erneut über die Frage diskutiert, ob es in Bezug auf die Umgestaltung des Areals nördlich des Rathauses inklusive des Festplatzes günstiger und zweckdienlicher sei, einen Architektenwettbewerb oder einen Investorenwettbewerb durchzuführen. Nachdem für beides Argumente vorgetragen worden waren, votierten die Räte mit großer Mehrheit für einen Architektenwettbewerb.


Keinerlei Bebauung

Anders als das Gebiet nördlich des Rathauses ist das Gebiet südlich des Rathauses - genauer: der Rathaus-Vorplatz - bereits gärtnerisch durchgestaltet: mit überlegt platzierten Bäumen und Büschen auf verschiedenen Ebenen, mit einem Brunnen, einem Pavillon und verschiedenen Sitzgelegenheiten.
Nach Meinung der Räte würde eine Überbauung dieses Grundstückes allen Zielen einer sinnvollen Ortsgestaltung zuwiderlaufen. Deshalb wurde einstimmig festgesetzt, dass hier keinerlei Bebauung erfolgen darf.