Eine Corona-Impfung ist zweifelsfrei der beste Weg, um einen schweren Verlauf zu umgehen. Doch sie schützt bekanntlich nicht vor einem positiven Ergebnis und auch nicht vor manchen Symptomen. Ein Beispiel sind die Corona-Ausbrüche im Pflegezentrum Klinik Fränkische Schweiz in Ebermannstadt.

Dort haben sich in den vergangenen Tagen vierzehn Bewohner*innen und vier Mitarbeiter*innen infiziert. Ein Bewohner musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Franka Struve, Pressesprecherin des Klinikums Forchheim-Fränkische Schweiz, gibt einen Überblick über den Gesundheitszustand der Betroffenen.

Infiziert trotz Impfung - So geht es Bewohnern und Mitarbeitern des Pflegezentrums Ebermannstadt

Zwei der vier positiv getesteten Mitarbeiter*innen berichten über Symptome wie Husten und Müdigkeit. 13 infizierte Bewohner*innen zeigen nur milde Verläufe, sie berichten von Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Ein Bewohner musste jedoch aufgrund einer unzureichenden Sauerstoffsättigung ins Krankenhaus gebracht werden. Über seinen aktuellen Zustand hat Struve am Freitag (29. Oktober) keine weiteren Informationen.

"Von den vierzehn positiv getesteten Bewohnern wurde zwischenzeitlich eine Person negativ getestet. Die Ergebnisse kommen aber erst im Laufe des Tages, sodass diese Auskunft nur eine Momentaufnahme ist", teilt Struve mit. Weiterhin heißt es: "Obwohl die Bewohner des Pflegezentrums nicht vereinsamen, weil täglich eine Betreuungskraft bei ihnen vorbeischaut und Pfleger sich um sie kümmern, fehlen die Gruppenzusammenkünfte. Die Bewohner werden engmaschig ärztlich überwacht. Wenn sich eine Verschlechterung abzeichnet, wird sofort der Hausarzt gerufen."

Das Pflegezentrum ist baulich mit dem Ebermannstädter Standort des Klinikums Forchheim-Fränkische Schweiz verbunden. Dadurch sei es leichter möglich, dass eine Hygienefachkraft täglich gründlich überprüft, ob die Mitarbeiter*innen die Schutzanzüge richtig angelegt haben und alle Hygienemaßnahmen eingehalten werden, so Struve. Die Heimleiterin Lydia Kropfelder sagt: "Ich hoffe, es wendet sich zum Guten, aber wir können erst nach dem Wochenende mehr sagen."  

Das ist die aktuelle Corona-Lage im Landkreis Forchheim

Am Freitag (29. Oktober 2021) teilt das Landratsamt Forchheim mit, dass gegen Mittag 276 Personen nachweislich auf Corona getestet sind. Fünf Infizierte befinden sich laut Struve auf der Isolierstation des Klinikums Forchheim-Fränkische Schweiz. Ein schwer Erkrankter wird auf der Intensivstation invasiv beatmet. 

Von 14 Intensivbetten sind nach dem DIVI Intensivregister am 29. Oktober um 15.30 Uhr vier frei und zehn belegt.

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen befürchten Experten einen kritischen Herbst und Winter. Welche beiden Altersgruppen die Zahlen besonders nach oben treiben, behandelt dieser Artikel.