Zuvor ist der Verkehr von Stoppschildern geregelt worden. In den vergangenen Jahren sind zusätzliche Maßnahmen getroffen worden, um die Gefahrenstelle zu entschärfen. Weder eine gut sichtbare Fahrbahnmarkierung noch eine Mittelinsel in der FO11 für einen Geh- und Radweg konnten jedoch den gewünschten Effekt erzielen.
Auch die Aufstellung eines Dialog-Displays im vergangenen Jahr, das auf die ernstzunehmende Gefahr aufmerksam machen sollte, konnte die Verkehrssituation nicht entspannen. Dieter Els, Leiter des Tiefbauamts im Landkreis Forchheim, bestätigt, dass es immer wieder gekracht habe: "Die Kreuzung ist eine der schlimmsten Unfallschwerpunkte im Landkreis gewesen."

Erste Planungen und Vorentwürfe für eine langfristige Verbesserung sind 2011 ausgearbeitet worden. Hierbei hat sich eine Unfallkommission (Polizei, Verkehrsbehörde, Tiefbauamt) entschlossen, einen Kreisverkehr zu bauen. Ein Kreisel berge wesentlich weniger Konfliktpunkte für die Autofahrer. Zudem dämpfe er die Geschwindigkeit der Fahrzeuge am Ortseingang von Eggolsheim und andere Verkehrsteilnehmer können besser wahrgenommen werden.

Ursprünglich hätte der Kreisverkehr einen Durchmesser von 37 Metern haben sollen. Nach mehreren Grunderwerbsproblemen ist er jetzt mit 30 Metern fertiggestellt worden. Der Eggolsheimer Bürgermeister, Claus Schwarzmann (BB), bedankte sich beim Landkreis Forchheim für die gute Zusammenarbeit und betonte, dass vor allem den Anwohnern um den neuen Kreisel Dank für ihr Entgegenkommen gelte.

Es sei auch an Absenkungen für Fußgänger und Fahrradfahrer gedacht worden, die so sicher über die Straßenkreuzung gelangen können. In der Mitte des Kreisverkehrs wird bald noch Rasen und ein Rosengewächs angepflanzt werden.

Von Mitte März bis Mitte Juli war die Baustelle komplett geschlossen. Seit einigen Tagen ist der Kreisverkehr freigegeben. Die reinen Baukosten für die Verkehrs-Neuregelung belaufen sich auf rund 523.000 Euro für den Landkreis. Die Marktgemeinde Eggolsheim musste für den Oberflächenwasserkanal 72.000 Euro beisteuern. Für weitere Maßnahmen wie Grunderwerb, Beleuchtung, Markierung und Bepflanzung sind 660.000 Euro angefallen. Die bayerische Regierung hat 460.000 Euro Zuschuss zum Bau beigesteuert.

von Judith Rziha