Am Donnerstag, 14. Januar, 9 Uhr, wird der erste Unverpackt-Laden für die Region Forchheim am Pilatusring in Hausen eröffnen. Im vergangenen Oktober berichtete Inhaber Christian Schenkel auf der damaligen Baustelle über die Pläne. Nun sind die Räumlichkeiten fertig renoviert, und Schenkels Vorhaben hat sich in den letzten Monaten gut weiterentwickelt.

Im Oktober befand sich Christian Schenkel gerade mitten im Umbau von einer etwa 60 Quadratmeter großen Werkstatt- und Lagerfläche zur Verkaufsfläche seines Unverpackt-Ladens. Auf die Idee, in Kooperation mit "Zero Hero" aus Nürnberg und Erlangen einen derartigen Laden zu eröffnen, kam Schenkel ursprünglich durch die Klimadebatte. Schnell habe er bemerkt, dass es in Hausen noch Bedarf für eine nachhaltige, weitgehend plastikfreie Einkaufsmöglichkeit geben könnte, sind andere bestehende Unverpackt-Läden doch ein ganzes Stück weit entfernt.

Eröffnung steht kurz bevor

Wenige Monate später steht Schenkel nun kurz vor der Eröffnung seines Unverpackt-Ladens. Am 14. Januar soll es losgehen. Natürlich könne aufgrund der aktuellen Situation keine Eröffnungsfeier in der Form abgehalten, wie es ursprünglich einmal geplant war, erzählt Schenkel. Durch die aktuellen Hygienemaßnahmen dürfen sich momentan nur maximal fünf Personen gleichzeitig in den Verkaufsräumen aufhalten.

Trotz Corona alles nach Plan

Abgesehen davon habe die Corona-Pandemie die Vorbereitungen für die Ladeneröffnung aber nicht allzu sehr behindert. Zwar habe es die ein oder andere Lieferschwierigkeit gegeben. Aber das sei in der Branche auch ohne Pandemie zu dieser Jahreszeit nicht unüblich, meint der Inhaber. Lediglich so kurz vor der Eröffnung sei es aufgrund des Lockdowns nun etwas schwierig, letzte Kleinigkeiten wie etwa Dekorationsartikel zu besorgen. Im Großen und Ganzen sei während der letzten Monate aber trotz der aktuellen Lage alles weitgehend nach Plan verlaufen, berichtet Schenkel. "Es gab jetzt keine größeren Katastrophen", blickt er zurück.

Dennoch haben die letzten Monate viel Arbeit bedeutet. Schenkel selbst schätzt, er habe in letzter Zeit eine 70-Stunden-Woche gehabt. Neben der grundlegenden Renovierung der Räumlichkeiten hat der Inhaber sogar Teile der Einrichtung seines Ladens selbst gebaut. Dabei konnte man ihn auf sozialen Medien, vornehmlich auf Facebook und Instagram, verfolgen. Hier startete Schenkel auch eine Crowdfunding-Kampagne, mit der er rund 15 000 Euro für sein Projekt sammeln konnte.

Auch wenn der Grundstein für die Eröffnung nun damit gelegt ist, dürfe man die ständig fortlaufende Pflege des Warensystems nicht unterschätzen, sagt der Ladenbesitzer. Auch in den kommenden Monaten wird Schenkel und seinem Team die Arbeit daher nicht ausgehen.

Sortiment soll flexibel sein

Das Ergebnis der vielen Anstrengungen kann sich aber schon jetzt sehen lassen. Aufgeteilt auf zwei Verkaufsräume und einen angrenzenden Lagerraum befinden sich in Schenkels Unverpackt-Laden nun sowohl Food- als auch Non-Food-Artikel. Von Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Nudeln, Reis, Hülsenfrüchten oder Cerealien über Spülmittel und Allzweckreiniger bis hin zu Seife, Lippenbalsam und Badezusätzen lässt sich hier alles finden. Dabei handelt es sich jedoch laut Schenkel nur um ein Basissortiment, das auf keinen Fall als fest zu verstehen ist. Stattdessen soll auf die zukünftigen Kunden eingegangen werden. Hierfür werden ab der Eröffnung Wunschlisten ausliegen, auf denen etwaige weitere Produktideen vorgeschlagen werden können.

Kurz vor der Eröffnung fehlen Schenkel jetzt nur noch wenige Waren, die aber allesamt noch rechtzeitig geliefert werden sollen. Außerdem werden noch letzte Beschriftungen und Auspreisungen angebracht, bevor es ab Donnerstag wochentags zwischen 9 und 18.30 Uhr mit dem Verkauf unverpackter Ware am Pilatusring losgehen kann. Christian Schenkels Vorstellungen haben sich bisher voll erfüllt. "Ich bin aktuell sehr zufrieden, wie alles läuft", sagt er.