Das Annafest 2026 ist vorbei. Jetzt packt die Polizei aus - und gibt Details preis, welche Straftaten rund um das beliebte Forchheimer Fest passierten. Die Bilanz lässt aufhorchen.
Das Annafest 2026 in Forchheim ist Geschichte. Elf Tage lang strömten zehntausende Besucher in den Kellerwald, um bei bestem Wetter das traditionelle Volksfest zu feiern. Doch wie fällt die Bilanz der Polizei aus?
Die Polizeiinspektion Forchheim zieht nach dem diesjährigen Annafest ein überwiegend positives Fazit. Wie bereits im Vorjahr hätten zehntausende Besucher ein friedliches und familiäres Fest gefeiert, heißt es in einer Pressemitteilung. Dennoch sei es aufgrund hoher Besucherzahlen und teils übermäßigen Alkoholkonsums zu veranstaltungstypischen Straftaten und Sicherheitsstörungen gekommen.
Angriffe auf Polizeibeamte: Sechs Ermittlungsverfahren eingeleitet
Die höchste Einsatzbelastung verzeichnete die Polizei an den beiden Festwochenenden. Begünstigt durch das schöne Wetter seien an den Samstagen die Keller vollständig ausgelastet gewesen. Der Auftaktfreitag sei hingegen überraschend ruhig verlaufen, so die Polizei.
Problematisch gestalteten sich jedoch mehrere Vorfälle mit aggressiven Festbesuchern. Ein junger Mann, der eines Kellers verwiesen wurde, habe sich gegenüber den Einsatzkräften renitent und aggressiv gezeigt. Es sei zu Widerstandshandlungen, Beamtenbeleidigungen und dem Versuch gekommen, Beamte anzugreifen.
Ähnliche Vorfälle hätten sich an weiteren Festtagen wiederholt, sodass gegen insgesamt sechs Festbesucher Ermittlungen wegen Widerstands und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet worden seien. Mehrere Beamte seien dabei leicht verletzt worden.
Weniger Körperverletzungen: Fallzahlen bleiben im einstelligen Bereich
Erfreulich sei hingegen der Rückgang bei den Körperverletzungsdelikten am Festgelände. Diese seien im einstelligen Bereich geblieben, schwerwiegende Verletzungen habe es nicht gegeben. Größtenteils seien verbale Streitigkeiten in Tätlichkeiten ausgeartet.
Auch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes seien verletzt worden, als sie versuchten, alkoholisierte Besucher zur Vernunft zu bringen. In der Innenstadt bei den nach Festende frequentierten Gaststätten habe die Polizei nur zwei einfache Körperverletzungsdelikte aufgenommen.