Allerdings sollten Sie die monatlichen Beiträge gegen die potenziellen Kosten abwägen. Für eine Krankenhauszusatzversicherung zahlen Sie je nach Tarif und Alter zwischen fünf und 150 Euro monatlich. Wer nur Wert auf ein Einzelzimmer legt, sollte prüfen, ob es nicht kostengünstiger ist, den Aufpreis im Bedarfsfall selbst zu zahlen.
Wie sinnvoll sind Zahnzusatz- und Auslandskrankenversicherungen?
Die Zahnzusatzversicherung zählt zu den beliebtesten Zusatzversicherungen in Deutschland. Sie übernimmt Kosten für hochwertige Zahnimplantate, Gold- oder Keramikkronen, die von der GKV nicht oder nur teilweise erstattet werden. Ob sich diese Police lohnt, hängt stark von Ihrem Zahnzustand und Alter ab.
Claudia Frenz, Sprecherin des Bundes der Versicherten, warnt gegenüber der Apotheken-Umschau jedoch davor, dass viele Verbraucher fälschlicherweise annehmen, eine Zahnzusatzversicherung würde alle Kosten vollständig abdecken. Oft sind nur bestimmte Leistungen oder eine begrenzte Anzahl von Implantaten versichert. Die monatlichen Beiträge liegen bei einem Abschluss mit 40 Jahren zwischen 25 und 58 Euro.
Eine Auslandskrankenversicherung hingegen gilt als eine der wichtigsten Zusatzversicherungen. Die GKV übernimmt im EU-Ausland nur die Kosten, die einer Behandlung in Deutschland entsprechen würden. Bei Reisen außerhalb der EU oder bei einem notwendigen Rücktransport nach Deutschland entstehen ohne Zusatzversicherung für das Ausland hohe Eigenkosten. Jahresverträge sind bereits ab sechs bis zwölf Euro erhältlich.
Worauf sollten Sie beim Abschluss einer Zusatzversicherung achten?
Vor dem Abschluss einer Zusatzversicherung sollten mehrere Angebote verglichen und nicht einfach direkt die Offerte der Krankenkasse angenommen werden. Gesetzliche Kassen vermitteln lediglich private Zusatzversicherungen und sind nicht Vertragspartner. Ein Vergleich verschiedener Anbieter kann bis zu zehn Prozent Kostenersparnis bringen.
Besonders beachtet werden sollte das Kleingedruckte in den Vertragsbedingungen. Viele Versicherungen haben Wartezeiten von drei bis acht Monaten, bevor Leistungen in Anspruch genommen werden können. Zudem begrenzen einige Gesellschaften die Übernahme von Kosten in den ersten Versicherungsjahren oder dauerhaft auf einen Höchstbetrag.
Gesundheitsfragen müssen bei Antragstellung wahrheitsgemäß beantwortet werden. Bei nachweislich falschen Angaben droht im Versicherungsfall eine Leistungsverweigerung oder sogar die Kündigung des Vertrags. Geprüft werden sollte zudem, ob der Versicherer auf ein Kündigungsrecht in den ersten drei Jahren verzichtet, um langfristig abgesichert zu sein.
Laut Verbraucherschützern birgt eine bestimmte Versicherung ein hohes Risiko – dennoch ist sie bei vielen Menschen in Deutschland beliebt. Es gibt aber Alternativen.
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