Die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung in Hallerndorf passte zwar auf ein einziges Blatt Papier, doch allein für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes von Hallerndorf hatte Leonhard Valier vom "Büro für Städtebau und Bauleitplanung" gut drei Stunden an Zeit kalkuliert.

Der Antrag auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses in Schnaid jedenfalls wurde schnell einstimmig beschieden und die Beschlüsse der nichtöffentlichen Sitzung vom 8. September öffentlich bekanntgegeben.

Die Aufträge für die Sanierung der Grund- und Mittelschule Hallerndorf wurden von den Gemeinderäten an folgende Unternehmen vergeben: Abdichtung und Estricharbeiten übernimmt die Firma Modern Bodenbau aus Merzig. Die Fassadenarbeiten im Bauabschnitt 1 erledigt die Firma Reugels aus Haßfurt. Mit den Innenputzarbeiten im Bauabschnitt 1 beauftragten die Gemeinderäte die Firma Weipert GmbH aus Stadtlauingen. Ebenso stimmten die Räte den Mehrkosten für Heizung und Lüftung zu.

Im Februar hatte sich das Gremium mit der Berechnung und Darstellung des Wohnbauflächenbedarfs befasst. Die dabei erzielten Ergebnisse hatte das Büro für Städtebau und Bauleitplanung als Grundlage für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes genutzt. Leonhard Valier betonte, dass die Regierung heutzutage flächensparende Entwicklungen bevorzuge. Das Büro berücksichtigte bei der Planung sämtliche Ortsteile in Korrelation zu den jeweiligen Einwohnerzahlen. So sei sicher, dass die Entwicklung der Ortschaften dem Wachstum der Bevölkerung angepasst werde und für die nächsten zehn bis 15 Jahre die Richtung vorgebe. Der prognostizierte Flächenbedarf von knapp 10 Hektar wird dabei auf alle Ortsteile angemessen verteilt. Valier empfahl allerdings, die größte Entwicklung auf Hallerndorf als Hauptort zu konzentrieren und wird eine potenzielle Erweiterung der Bauflächen prüfen.

Sämtliche geäußerten Wünsche und Anregungen der Gemeinderäte wurden während der Vorstellung notiert und werden in die nächste Fassung eingearbeitet. Zu einem nächsten Termin sollen später die Gewerbeflächen, Sondernutzungsflächen und der Landschaftsplan vorgestellt und diskutiert werden, dann "haben Sie am Ende des Jahres ein umfassendes Bild", versprach Valier.

Mischgebiet statt Schallschutz

Für einige der Änderungs- und Ergänzungswünsche wird sich der Stadtplaner noch einmal selbst vor Ort ein genaues Bild von der Lage machen, bevor er die gewünschten Änderungen in den künftigen Plan einträgt. Die von Stephan Beck (WG Willersdorf-Haid) vermisste Wohnbaufläche in Willersdorf begründete der Planer mit den dafür nötigen Maßnahmen an aktivem Schallschutz. Er schlug stattdessen an dieser Stelle ein Mischgebiet vor und wird dieses zum nächsten Termin in den Plan einarbeiten und den dafür nötigen Schallschutz ermitteln.

Über den Flächennutzungsplan fassten die Gemeinderäte am Ende dieser Sitzung noch keinen Beschluss, das "ist eher eine Arbeitssitzung", konstatierte Valier.

Flächennutzungsplan

Haid 135 Einwohner, hier sind 0,5 Hektar in zwei Flächen vorgesehen.

Hallerndorf 1209 Einwohner, 2,5 Hektar neue Wohnbaufläche verteilen sich auf drei Flächen

Pautzfeld 560 Einwohner, hier sind 1,3 Hektar auf zwei Flächen geplant.

Schlammersdorf 460 Einwohner, 1,6 Hektar auf zwei Flächen

Schnaid 368 Einwohner, 1,6 Hektar verteilenn sich hier auf zwei Flächen

Stiebarlimbach 187 Einwohner, 0,3 Hektar auf zwei Flächen

Trailsdorf 866 Einwohner, 1,5 Hektar verteilen sich auf einer Fläche

Willersdorf 635 Einwohner, 1,6 Hektar auf einer Fläche