Mit dem fränkischen Brauch begannen die Weisendorfer ihre Kerwa. Der Heimatverein hatte dazu ins Museumsgebäude eingeladen.
Mit einem Kesselfleischessen am Donnerstag beginnt eine fränkische Kerwa, dieser Überzeugung sind die Aktiven des Heimatvereins Weisendorf. Daher hatten sie auch in diesem Jahr beim Museumsgebäude wieder gute Sachen aus dem Wurstkessel für Interessenten im Angebot.
Aufgrund der heißen Witterung war das Kesselfleischessen in diesem Jahr in das Museumsgebäude verlegt worden. Dazu hatten die Helfer einige Gerätschaften vor das Gebäude gefahren, wo sie von den Gästen auch begutachtet werden konnten.
Geliefert wurden die Speisen von der Metzgerei Schorr in Großenseebach. Nachdem die erste Essenslieferung, Tartar (fränkisches Sushi) und Kesselfleisch, auf dem Weg war, ging es dort darum, Blut- und Leberwürste zu produzieren und in den Kessel zu geben, die dann zur Mittagszeit in Weisendorf auf den Teller kamen. Das Sauerkraut dazu wurde aus der Küche mitgeliefert. Auch für die Liebhaber von Kaffe und Kuchen war gesorgt, es gab fränkische "Kiegli", die von Inge Muggenhöfer gebacken worden waren.
"Na, a weng a Rüssala!"
Daß die Weisendorfer Kerwa eigentlich beim Heimatvereinsmuseum startet, hat sich inzwischen herumgesprochen, und so war auch in diesem Jahr das Interesse wieder groß. Bereits im Vorfeld hatten die Aktiven im Heimatverein das Potenzial abgefragt und den Bedarf gemeldet. Ob Rüssel, Zunge, Bauch oder Ohr: Jeder konnte ordern, was ihm besonders mundete. "Willsd du a Nierla?", hieß es etwa, die Antwort dazu: "Na, a weng a Rüssala!" Passend dazu gab es süß-saueres Kraut und Brot.