Auferstehen aus den Ruinen einer Industriebrache soll am nördlichen Ortsrand von Weisendorf ein neues Wohngebiet, das die Ortsansicht verändern soll. "Weisendorf village" will der Investor das Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Firma Salota nennen und es in eine Heimat für junge Familien verwandeln. Die Forchheimer Ecoloft AG stellte dem Marktgemeinderat in der jüngsten Sitzung einen Bebauungsvorschlag vor, der auf allgemeines Gefallen stieß.
Auf dem ehemaligen Firmengelände sollen 14 Doppelhäuser, also 28 Wohneinheiten entstehen. Auf Nachfrage erklärte der Investor, dass keine Traum- oder Luxushäuser gebaut werden sollen, sondern Doppelhaushälften, die sowohl für Ecoloft als auch für Käufer wirtschaftlich seien. Nach dem Vorschlag entsteht ein geschlossenes Wohngebiet mit einem eigenen Spielplatz und auch die Straße geht in das Eigentum der Käufer über. Derzeit laufen bereits erste Gespräche zur Erschließung, die über den Mönchweg und die Industriestraße führen könnte.
Ursprünglich war angedacht, das Hauptgebäude in Wohnraum umzuwandeln, aber nach näheren Untersuchungen sei man davon wieder abgekommen. Die bestehenden Industriegebäude werden komplett abgerissen und über 5000 Quadratmeter Fläche werden wieder entsiegelt.
Während der Baumaßnahme wird es viel Lkw-Verkehr geben, was im Gemeinderat als unzumutbar für den schmalen Mönchweg und die nicht viel breiteren Industriestraße gesehen wird. Deswegen bemüht sich die Firma Ecoloft um eine Baustellenausfahrt zur Staatsstraße von Weisendorf in Richtung Höchstadt.
Auch die Höhe der geplanten Doppelhäuser mit Obergeschoss, Satteldach und einem Kniestock von 1,2 Metern schien einigen Mitgliedern des Marktgemeinderates etwas zu hoch.
Dies werde sich bei den weiteren Planungen sicher noch ändern, beruhigte Bürgermeister Heinrich Süß (UWG), schließlich befinde man sich erst bei den Entwürfen und die endgültige Form der Häuser stehe noch nicht fest. Er wollte nur einen Grundsatzbeschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes, der dann auch einstimmig gefasst wurde.