• Unwetter in Franken: Gewitter, Starkregen und Wind führen zu zahlreichen Einsätzen
  • Umgestürzte Bäume und Überschwemmungen: Feuerwehr & Co. müssen über hundertmal ausrücken
  • Mehrere Blitzeinschläge - Dachstuhl von Wohnhaus gerät in Brand
  • Tornado-Gefahr am Freitag (20. Mai 2022): Wetterdienst warnt vor Sturmböen

Unwetter, Gewitter und Starkregen haben am Donnerstagabend (19. Mai 2022) die Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gehörig auf Trab gehalten. In Ober-, Mittel- und Unterfranken gab es mehr als 100 unwetterbedingte Einsätze binnen weniger Stunden. Einsatzschwerpunkte waren umgestürzte Bäume und überschwemmte Straßen. Vereinzelt kam es in Franken auch zu Unfällen - auch mehrere Blitzeinschläge gab es. 

Unwetter mit Starkregen in Mittelfranken - Unterführung in Erlangen überschwemmt

In den mittelfränkischen Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim traten am Donnerstag mitunter heftige Gewitter und Starkregen auf. Die Folgen waren teils überschwemmte Straßen. In Erlangen blieb ein Autofahrer mit seinem Wagen in einer unter Wasser stehenden Unterführung stecken. Feuerwehr und Polizei waren hernach vor Ort.

Im Regierungsbezirk Mittelfranken gab es im Zeitraum zwischen 19 und 0.30 Uhr knapp 40 Einsätze infolge des Unwetters, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken inFranken.de am Freitag (20. Mai 2022) auf Nachfrage mit. "Vereinzelt waren Bäume umgestürzt - vorrangig auf Nebenstraßen oder Feldwegen", erklärte eine Sprecherin.

In Mittelfranken sei es zudem zu mehreren Blitzeinschlägen gekommen, die gleichwohl ohne Folgen blieben. 

Über 50 wetterbedingte Einsätze in Oberfranken - vereinzelt auch Verkehrsunfälle 

In Oberfranken führten Gewitter und Unwetter zwischen 20.30 und 23.15 Uhr zu insgesamt 51 wetterbedingten Einsätzen. Auch hier bildeten der Polizei zufolge vornehmlich umgestürzte Bäume die Ursache.

"Es gab auch fünf Verkehrsunfälle", berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken. Diese hatten demnach allesamt Sachschäden zur Folge - Verletzte habe es dabei nicht gegeben. 

Alles in allem hielten sich die Unwetterauswirkungen gleichwohl in Grenzen, heißt es vonseiten der oberfränkischen Polizei. "Die Lage war sehr überschaubar", konstatierte der Polizeisprecher. 

Gewitter in Unterfranken: Blitz schlägt in Dachstuhl ein - Wohnhaus gerät in Brand

In Unterfranken indes führte offenbar ein Blitzeinschlag zu einem Gebäudebrand. Während ein kräftiges Gewitter über Zellingen (Landkreis Main-Spessart) hinwegzog, fing der Dachstuhl eines Wohnhauses am Donnerstagabend Feuer. Der Sachschaden beläuft sich laut ersten Schätzungen auf rund 250.000 Euro. Verletzt wurde aber augenscheinlich niemand.

"Abgesehen von dem Brand in Zellingen hatten wir eher kleinere Einsätze", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken inFranken.de.

Die Einsatzbilanz infolge des Unwetters lag in Unterfranken demnach "im zweistelligen Bereich".

Tornado-Gefahr am Freitag: Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturmböen und starken Gewittern

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt unterdessen auch am Freitag (20.05.2022) vor starken Gewittern in vielen Teilen Frankens. Selbst Tornados schließen die Meteorologen nicht aus. inFranken.de zeigt, welche fränkischen Regionen betroffen sind.