Geplant wird seit langem, doch jetzt ist sich TSV-Präsident Werner Soßna sicher: "Noch in diesem Jahr wird mit dem Neubau des Sportheims auf dem Gelände ,Am Sportpark‘ begonnen!" Auch hinsichtlich der Finanzen ist Soßna zuversichtlich. Wenn der Verein weiter so wirtschafte wie im vergangenen Jahr sehe er keine Probleme.
Nur etwa 30 der insgesamt 500 Mitglieder des TSV Höchstadt hatten sich zur Jahreshauptversammlung im alten TSV-Heim "An der Ziegelhütte" eingefunden. Schatzmeister Axel Geier konnte zwar krankheitsbedingt nicht an der Versammlung teilnehmen, doch die knapp 18 000 Euro, die 2016 als Überschuss erwirtschaftet wurden, sprachen für sich. Zuzurechnen sind noch die Beiträge der Herzsportgruppe (zwischen 10 000 und 15 000 Euro), die erst in 2017 eingingen. Zum Jahresende hatte der Verein 213 000 Euro auf dem Konto.
Geld, das der TSV bald schon brauchen wird. Denn der Sportheim-Neubau, der vor zwei Jahren auf rund 800 000 Euro geschätzt wurde, wird durch zunehmenden Preisdruck auch jetzt nicht wesentlich günstiger. Obwohl, wie Soßna darlegte, der Standort verändert und auf das Obergeschoss verzichtet werde. Ansonsten bleibe das Konzept aber erhalten. Auf dem Areal "Am Sportpark" zwischen den Sportplätzen und dem Gelände des Vereins "Mehr Platz für Kinder" soll nach der neuen Planung der Neubau entstehen. Dort sei auch die Erschließung einfacher, war zu hören. Da der Bau nur ebenerdig ausgeführt wird, wird die Grundfläche größer. Den größten Flächenanteil hat die Halle mit den Ausmaßen 20,20 mal 12,45 Meter.


Hoffnung auf höhere Förderung

Das Präsidium erhofft sich aufgrund der Überarbeitung der Pläne eine etwas höhere Förderung durch die Sportverbände. Was nicht über Zuschüsse oder Eigenkapital gedeckt werden kann, muss über Darlehen finanziert werden. Die Bilanzen der beiden vergangenen Jahre lägen derzeit beim Steuerberater, informierte Soßna. Sobald sie vorliegen, könnten die Kreditverträge unterzeichnet und der vorzeitige Baubeginn eingeleitet werden. "In ein paar Monaten ist mit dem Baubeginn zu rechnen." Der Bauantrag sei bereits vom Bauausschuss der Stadt genehmigt und liege jetzt beim Landratsamt. Obwohl der Prüfbericht noch nicht vorlag, wurde die Kassenführung "unter Vorbehalt" von der Mehrheit der Mitglieder entlastet. Einige Mitglieder wollten jedoch nicht ungesehen darüber abstimmen.
Ein baldiger Baubeginn wäre ganz im Sinne von Fußballabteilungsleiter Andi Riedel. Er wartet darauf, dass der Spielbetrieb auf dem neuen Gelände stattfinden kann. Vorrangig sind dazu sanitäre Anlagen, also Duschen und Toiletten samt den Umkleideräumen notwendig.
Derzeit finden die Spiele beim SC Gremsdorf statt, mit dem der TSV im August eine Spielgemeinschaft eingegangen ist. "Wir sind mit einer guten Truppe gestartet", berichtete Riedel. Doch Verletzungen hätten die Erwartungen zunichte gemacht. Dann sei auch noch der Spielertrainer aus beruflichen Gründen ausgestiegen. Als Interimslösung habe er selbst die Mannschaft in die Winterpause gebracht. Inzwischen gebe es mit Andre Ruschig einen neuen Trainer, eine super Kameradschaft und einen guten "Teamspirit". Auch erste sportliche Erfolge hätten sich bereits eingestellt.
Ab der nächsten Saison wollen der TSV und der ASV Höchstadt sowie der SC Gremsdorf im Jugendbereich zusammenarbeiten. Hans Häfner soll der Trainer werden. Er möchte "die Jugend von unten her neu aufbauen". Entsprechende Werbung in Schulen, Kindergärten und in den Medien soll dabei behilflich sein.
Aus der Abteilung Turnen berichtete Maria Neudörfer. Ihre Abteilung zählt 158 Mitglieder aller Altersgruppen mit den unterschiedlichsten Aktivitäten. Werner Dengler, Sparte Laufen, hat 22 Mitglieder, davon 13 aktive, in seiner Abteilung. "Vom 100-Meter-Lauf bis zum Marathon ist alles dabei", berichtete Dengler. "Just for fun" sind die Tänzer des TSV unterwegs, die sich im Gymnasium treffen. Nach dem Bericht von Günter Rudolf hat die Abteilung 28 aktive Mitglieder.


Ersatz für Jeromin wird gesucht

"Ursprünglich waren zwei Jahre vorgesehen, jetzt bin ich schon im vierten Jahr", sagte Peter Jeromin. Der "Vorstand Sport" möchte aus beruflichen Gründen zurücktreten. Ein Nachfolger ließ sich jedoch spontan nicht finden. Daher will sich Präsident Soßna "umschauen, wer das Amt übernehmen könnte" Erst in der nächsten Versammlung soll dann die Wahl stattfinden. Peter Jeromin betonte, er sei viel auf Dienstreisen und wolle keine halben Sachen machen. Wenn die Bauzeit beginne, solle die Führungsmannschaft komplett sein.