"Werden dich sehr vermissen": Tierheim mit herzzerreißendem Nachruf

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Elf Jahre wartete Hund Charly im Tierheim Erlangen auf eine Vermittlung. Vergeblich. Jetzt ist er gestorben - und seine Pfleger trauern um einen treuen Begleiter.

Am 24. Januar 2015 fand Hund Charly "unfreiwillig" seinen Weg ins Tierheim Erlangen. Der Rüde wurde vor den Toren der Einrichtung kurzerhand ausgesetzt, erklären die Tierschützer in einem Beitrag in den sozialen Medien. Nun wenden sie sich mit einer traurigen Nachricht an die Öffentlichkeit: Der Vierbeiner ist verstorben.

Damit endete seine elf Jahre lange Zeit in der Einrichtung, während der er nie vermittelt werden konnte. Aus diesem Grund galt Charly als ein "Unvermittelbarer" - so werden Hunde bezeichnet, die es nie geschafft haben, ein neues Zuhause zu finden. 

Tierheim Erlangen von Hunde-Tod tief bewegt: Team nimmt "unter Tränen" Abschied

"So wurden wir zu deiner neuen Familie", schreiben Charlys Pfleger in dem bewegenden Nachruf, den sie nach eigenen Angaben "unter Tränen schreiben". Das Tierheim sei in der langen Zeit das Zuhause des Vierbeiners geworden, seine Spaziergänger die engsten Vertrauten und sein Teddybär sein bester Freund, halten die Verantwortlichen fest. "Es ist nun an der Zeit für uns, Lebewohl zu sagen", heißt es im herzzerreißenden Nachruf weiter.

Mit 14 Jahren ging Charlys Lebensreise schließlich zu Ende, berichten die Pfleger. Sie blicken auf elf Jahre zurück, in denen der Hund stets an ihrer Seite war: "Jeder von uns erinnert sich an seine ganz eigenen Geschichten, die er mit dir geschrieben hat und verabschiedet sich so von dir", heißt es in den Abschiedsworten im Netz. "Komm gut über die Regenbogenbrücke, Charly. Wir werden dich sehr vermissen!"

"Sind es wert, immer weiter für sie zu kämpfen": Einrichtung verweist auf Langzeitbewohner

Die Einrichtung erinnert in ihrer Mitteilung daran, dass es in Tierheimen immer wieder Bewohner gibt, die langfristig oder dauerhaft dort verbleiben. Genau diese Tiere seien es auch, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, "und die es wert sind, immer weiter für sie zu kämpfen". 

Auch als Hündin Bea aus dem Erlanger Tierheim Anfang 2025 starb, war die Trauer groß. Ihren letzten Atemzug habe sie "in den Armen" ihrer Pflegemutter gemacht.

Eine Pflegerin der Einrichtung war außerdem besonders schwer getroffen, als Ende 2024 Hündin Tyra verstarb

Vorschaubild: © KI-generiertes Symbolbild / Gemini