Schwiegermütter kommen in den Himmel, denn Drachen können fliegen. Diesen oder ähnlichen Spruch oder Witz hat jeder schon einmal gehört. Und genau um diese Schwiegermütter geht es im diesjährigen Theaterstück der Theatergruppe der "VR - meine Bank eG" bei ihrer diesjährigen Tournee.

Eine flotte und verzwickte Verwechslungskomödie präsentierte das bankeigene Ensemble mit der Aufführung des Stücks "Immer diese Schwiegermütter" von Beate Irmisch. In der vollbesetzten Turnhalle in Münchaurach brandete bereits nach den Begrüßungsworten des stellvertretenden Vorstandsprechers Markus Engelmayer und der Regionaldirektorin Gerlinde Eichhorn zwischen den Szenen immer wieder Beifall auf. Mit: "Aber Schwiegermütter sind auch nur Menschen" und dem VR-Song erklärte Engelmayer "Vorhang auf".


Der Inhalt

Zum Stück: Mittendrin in diesen herrlichen Chippendale-Möbeln mit den breiten, gut gepolsterten Sitzflächen, auf denen das Leben so gediegen gemütlich sein könnte, entwickelt sich mit Rasanz ein schier unglaubliches Chaos. Gernot von Zitzewitz (Ernst Dürr), ein weltbekannter Opernsänger und seine Freundin Emma (Monika Wießner) sind zugegebener Maßen ein etwas ungleiches aber dennoch heiratswilliges Paar. Ungleich deshalb, weil Gernot rund 25 Jahre älter ist als seine Lebensgefährtin.

Da fällt Onkel Blasius (Hermann Stang) wortwörtlich ins Haus und macht sich über den teuren Rotwein her, da hat Tante Käthe (Jutta Kopp) in ihrem einzigartigen Strickensemble sowohl ein wachsames Auge als auch ein klares Kommando. Das Hausmädchen Frieda (Franziska Frank) wird auf dem Schoß des stotternden Hausmeisters Emil (Frank Wiedemann) erwischt - den Schwiegermüttern bleibt wirklich nichts erspart.

Für Brautmutter Walli Hoppenstett (Manja Feilner) geht indes ein Traum in Erfüllung - wähnt sie doch ihre einzige Tochter Emma bei Gernot in wohlhabenden und sicheren Händen - deshalb soll nun auch endlich alles in "trockene" Tücher gebracht und Verlobung gefeiert werden. Da sie ihren zukünftigen Schwiegersohn allerdings noch gar nicht kennt, reist sie extra einen Tag früher an, im Gepäck eine große Schüssel Kartoffelsalat. Leider hat ihre Tochter Emma ihr den großen Altersunterschied bislang verheimlicht und so nimmt das Unheil seinen Lauf.

Verwechslungen und Verdächtigungen im Minutentakt und mittendrin Tante Käte (Jutta Kopp) und Onkel Blasius (Hermann Stang), dieser war besonders dem Weinkeller des vornehmen Hauses zugetan. Hausmeister Emil Krause ist ständig unterwegs mit der Rohrzange und suchte die Nähe vom Hausmädchen Frieda (Franziska Frank). Da war auch noch der Sohn von Zitzewitz, Gernötchen von Zitzewitz (Markus Haag), dieser wurde von Marika Rück (Marion Hebert) ständig in Atem gehalten. Dazu noch Genots Mutter, Marlisese von Zitzewitz (Christina Rüttinger), diese trugen alle dazu bei, dass es im Hause von Zitzewitz zugeht wie bei Hempels unterm Sofa.

Am Ende fielt es dem Zuschauer wohl eher schwer, sich die Darsteller wieder hinter dem Bankschalter oder am Schreibtisch vorzustellen.

Das Theater der Genossenschaftsbank gibt es mittlerweile schon über 70 Jahre, wie Markus Engelmayer zu Beginn erklärte. Wer die Vorstellung versäumt hat, hat bei weiteren fünf Vorstellungen noch die Gelegenheit. Zum Schluss soll vermeldet werden, welche Spendensumme herausgekommen ist. Denn es wird in diesem Jahr die "Aktion "Schüler-Power" unterstützt. Eine Offensive, die Mittelschüler zur Ausbildungsreife führen will.