Mit einem Sieg über die Blue Devils Weiden meldeten sich die Höchstadt Alligators am Dienstag in der Eishockey-Oberliga Süd zurück und wollen diesen Schwung nun ins nächste Saisonwochenende mitnehmen. Nach vier absolvierten Spieltagen steht das Team von Trainer Mikhail Nemirovsky auf Platz 9 der Tabelle und auch wenn diese zum jetzigen Zeitpunkt kaum aussagekräftig ist, ließen die Alligators bereits die Mannschaften aus Peiting und Landsberg (jeweils fünf Spieltage), die Lindau Islanders (drei Spieltage) und die EHF Passau Black Hawks (sechs Spieltage) hinter sich.

Oberliga Süd

Deggendorfer SC (8.) - Höchstadt Alligators (9.)

Am Freitag um 20 Uhr sind die Höchstadter zu Gast in Deggendorf. Das Team von Trainer Henry Thom liegt trotz neun absolvierter Spieltage nur vier Punkte vor den Alligators und musste bereits einige schmerzhafte Niederlagen einstecken. "Momentan ist bei Deggendorf der Wurm drin", sagt Höchstadts Goalie Benjamin Dirksen. "Trotzdem wird das ein ganz schweres Spiel."

Verzichten müssen die Alligators vorerst auf Martin Kokes, der Verteidiger fällt einige Wochen verletzt aus. Verstärkung lässt aber nicht auf sich warten, denn ein alter Bekannter kehrt zurück in den Aischgrund: Markus Babinsky. Der 31-Jährige stand bereits acht Jahre für die Alligators auf dem Eis, bevor er 2019 zu den Mighty Dogs nach Schweinfurt und zuletzt nach Amberg wechselte. "Da die Bayernliga nicht spielt, waren wir mit Babo schon im Gespräch und hatten vor, ihn wieder zu verpflichten. Nun sind wir natürlich froh, dass er sofort zur Verfügung steht", sagt Höchstadts Teammanager Daniel Tratz. Denn das Programm wird happig im Dezember, dies sieht auch Goalie Dirksen so: "Wir treffen noch auf viele starke Mannschaften, mit Passau und Lindau auch auf direkte Konkurrenten." Sonntag ist der HEC zwar Stand jetzt spielfrei, aber sollte sich die Gelegenheit ergeben, wären die Höchstadter nicht abgeneigt, ein Nachholspiel zu absolvieren.

Der neue Drei-Tage-Rhythmus bedingt ein abgespecktes Trainingsprogramm. Das ist nicht unbedingt das Schlechteste: "Wir haben im vergangenen Jahr viel zu viel und viel zu lange trainiert", sagt Goalie Dirksen. "Nemo dosiert das ganz gut. Gerade den Älteren sagt er immer, dass sie auf ihren Körper achten sollen." Aber für die Spieler, die nebenbei arbeiten, ist der Aufwand momentan enorm: "Du bist eigentlich nie zu Hause, sondern unterwegs und stehst auf dem Eis. Das ist für uns alle Neuland." Weiter geht es für die Alligators voraussichtlich am Dienstagabend gegen die Selber Wölfe. Diese liegen nach neun Spieltagen auf Platz 2 der Tabelle und mussten sich bisher nur Spitzenreiter Regensburg geschlagen geben.