Die Höchstadt Alligators haben ihren achten Platz in der Eishockey-Oberliga-Süd, der den Gang in die Abstiegs-Play-offs vermeiden würde, eingebüßt, da der bisher punktgleiche EV Lindau den EHC Waldkraiburg nach Verlängerung bezwang. Immerhin bleibt Waldkraiburg nach ebenfalls zwei Pleiten am vergangenen Wochenende auf Abstand. Obwohl der Höchstadter EC in Weiden - wie schon am Freitag gegen Regensburg - weitgehend ebenbürtig war und sich gute Möglichkeiten erspielte, unterlagen die Panzerechsen dem bisherigen Tabellennachbarn deutlich.


Blue Devils Weiden - Höchstadter EC 4:1

Die Begegnung begann auf hohem Niveau, Hochkaräter waren aber Mangelware. Eine Schlüsselszene ereignete sich nach sechs Minuten: Michal Petrak und Marko Babic kreuzten die Kufen, der Weidener blieb liegen und wurde vom Spielfeld getragen. Wegen eines Fouls mit Verletzungsfolge bestrafte der Schiedsrichter den Höchstadter mit einer Spieldauer. "Da hätte der Schiri genauso gut für uns pfeifen können. Außerdem war Babic nur eine Minute später wieder auf dem Eis", sagte HEC-Sprecher Stefan Hobner zur vermeintlichen Verletzung.

Kurz vor Ablauf der Sperre erzielten die Blue Devils das 1:0. Ales Jirik zog von der blauen Linie ab und Martin Heinisch hielt seinen Schläger hin, so dass HEC-Goalie Philipp Schnierstein keine Abwehrchance hatte (9.). Mit einer starken Parade gegen Waldowsky verhinderte Schnierstein einen zweiten Rückschlag in kurzer Zeit (10.). Danach ging es hin und her, ehe Patrick Schmid 7,7 Sekunden vor der Sirene auf Querpass von Matt Abercrombie erhöhte. Da waren die Gastgeber erneut im Powerplay. "Bis auf in Unterzahl haben wir gut mitgehalten, deshalb wollten wir Strafzeiten in der Folge möglichst vermeiden", erklärte Hobner.

Das gelang den Alligators. Im zweiten Abschnitt bekam nur Patrick Wiedl eine Zwangspause, während drei Weidener bestraft wurden. Doch diesmal trafen die Hausherren auch bei personellem Gleichstand. Schon in der 22. Minute stelle der frei vor Schnierstein auftauchende Abercrombie auf 3:0. Max Cejka (24.) und Tomas Rousek (27.) hatten dagegen keinen Erfolg.

Stattdessen schraubte Schmid von Abercrombie bedient das Ergebnis in die Höhe (28.). "Die Scheibe wollte einfach nicht ins Tor", haderte Hobner mit der Verwertung der durchaus vorhandenden Höchstadter Möglichkeiten. Vor allem Ales Kreuzer (29.) und der für Petrak in die erste Reihe rotierte Lukas Lenk (37.) ließen nicht den Torschrei der Gäste, sondern nur das Aluminium des Weidener Gehäuses ertönen.


Petrak fehlt beim EHV Schönheide

Doch die Panzerechsen gaben nicht auf und kamen im von Zeitstrafen dominierten Schlussdrittel immerhin zum Ehrentreffer durch Kreuzer (58.). Bezeichnend war allerdings, dass Schnierstein zum besten Höchstadter gekürt wurde. Fast noch schmerzhafter als die Pleite ist das Fehlen von Petrak beim direkten Konkurrenten Schönheide am Freitag. Dort müssen die Alligators genau wie am Sonntag gegen Waldkraiburg unbedingt punkten.