Architekt Andreas Marth sieht ein Kleeblatt in der Form des Gebäudes, dessen Entwurf sein Büro beim europaweiten Wettbewerb für den Neubau des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt eingereicht hat. Ein Glücksbringer also, den die Österreicher von "Alles wird gut" da am Computer in Beton und Glas gegossen haben, wobei ihr erster Platz mit Glück nichts zu tun hatte.
Vielmehr überzeugten Gestaltung und Konzept die Jury, in der neben Landrat Eberhard Irlinger (SPD) auch Kreisbaumeister Thomas Lux, je ein Vertreter der Regierung, des Baureferenten der Stadt Erlangen, der Kreistagsfraktionen von CSU, SPD, FDP und FW sowie zwei freie Architekten stimmberechtigt waren. Wie Irlinger und Lux am Montag bei der Vorstellung der Entwürfe im Forum der Barmherzigen Brüder in Gremsdorf erläuterten, habe das Modell von "Alles wird gut" von Anfang an einen guten Eindruck hinterlassen.
Der Architekt erklärt sich das unter anderem damit, dass man sich im Gegensatz zu den meisten anderen Bewerbern gegen ein "introvertiertes" Modell mit einem großen Innenhof für die Mitarbeiter und für eine "extrovertierte" Variante mit vielen außenliegenden Freiflächen und Zugangsmöglichkeiten von allen Seiten entschieden habe. Wie das Preisgericht lobte, passe sich der Baukörper gut in die Umgebung des früheren Gossen-Geländes mit den Erlanger Arcaden ein und nehme die Bezugslinien der Nachbarbebauung auf. Im Inneren soll ein zentraler Dreh- und Angelpunkt in Form eines lichtdurchfluteten Atriums mit Infotheke entstehen, der Publikumsverkehr soll sich auf das Erdgeschoss des vierstöckigen Gebäudes konzentrieren.
Was jetzt noch fehlt, bevor die Sieger ans Werk gehen können, sind laut Lux nur noch ein paar Formalien und die Zustimmung des Kreistages, die aber ebenfalls Formsache sein sollte.