"Stronzo" aus dem Italienischen ist mit "Mistkerl" noch recht milde übersetzt. Wenn dann noch "cinque assi" - also fünf Asse - dazukommen ist etwas zu viel: Entweder ein Ass oder der Mistkerl. "Ein Ass im Ärmel" titelt einer von zwei Filmen, die Jugendliche derzeit im Jugendcamp des Landkreises drehen.

Der Film, an dem die zweite Gruppe arbeitet, hat noch keinen Titel. Aber die Kids verraten, dass es sich um einen Horrorfilm handelt. Es ist der dritte Drehtag und gerade wird die Hauptszene gedreht. Mit viel Edelstahl und Kacheln geht die Küche des Camps gut als OP- oder Laborraum durch.


Überraschung bleibt

Auf dem Tisch liegt die Patientin oder vielleicht doch "Leiche"? So ganz klar wird das nicht. Das Ende soll ja auch noch eine Überraschung bereithalten. "Kamera läuft", schallt es aus einer Nebelwolke. Eine Nebelmaschine sorgt für den Special Effect.
Der "Professor" greift zur Spritze. Eigentlich will er nur ein neues Medikament entwickeln, bekommt dafür aber keine Genehmigung. Das Medikament wird trotzdem hergestellt - geheim in einem Labor. Dabei geht etwas schief! Verfolgung, Mord und Zombies bringen Spannung in die Geschichte.


Eigene Geschichte

Moritz Goßler leitet das Projekt. Theresa Schmidt ist für die Maske verantwortlich. Die Story haben die Jugendlichen selbst entwickelt. Da stand zunächst die Überlegung an, welche Art Film es werden sollte. Komödie vielleicht - doch der Horrorfilm machte schließlich das Rennen.

Brainstorming stand auch bei den fünf "Mafiosi" im Keller des Jugendhauses, deren Filmprojekt Moritz Rakutt betreut, ganz am Anfang. Sie pokern auf Teufel komm raus und sprechen italienisch (siehe oben).

Es wird betrogen und der Falsche verdächtigt, was natürlich auffliegt. In der Haut des aufgeflogenen Betrügers möchte sicher niemand stecken: Der ertappte Betrüger wird von den Mafiosi dann auch "ganz hart" bestraft.
Das Filmprojekt biete der Kreisjugendring bereits seit einigen Jahren an, erzählt Moritz Goßler. Er selbst war auch zunächst Teilnehmer.

Die Jugendlichen kommen aus dem ganzen Landkreis. Neueinsteiger sind dabei und "alte Hasen", die bereits Erfahrung haben.


Premiere für die Eltern

Nach einer Woche Arbeit "am Set" können die Eltern am Freitag dieser Woche das Produkt, die etwa sieben Minuten dauernden Filme, bewundern.