Wird auf der neu gestalteten Höchstadter Hauptstraße viel zu schnell gefahren? Einzelne Höchstadter Bürger und auch der Kinderschutzbund meinen ja. Bei der Polizei hält man sich mit einem Urteil noch zurück. Die Ordnungshüter sind dieser Tage dabei, sich ein Bild zu machen. Höchstadts Polizeichef Jürgen Schmeißer sieht noch "keinen dringenden Handlungsbedarf".

Er hat am vergangenen Freitag die Verkehrssituation in der Hauptstraße intensiv beobachtet und einigen Autofahrern klar gemacht, dass sie zu schnell unterwegs waren. Schmeißer beließ es dabei aber bei Belehrungen. Auch zwei Damen, die unberechtigt einen Behindertenparkplatz blockierten, kamen mit einer mündlichen Verwarnung davon.

Zur Kasse gebeten wurden dagegen Schnellfahrer, denen am Montag mit der Laserpistole nachgewiesen wurde, dass sie mit deutlich mehr als dem vorgeschriebenen Schritttempo unterwegs waren. Bei mehr als zehn Stundenkilometer zu schnell mussten sie ein Verwarnungsgeld von 20 Euro bezahlen. Schritttempo definiere die Justiz mit zehn Stundenkilometer, sagt der Polizeichef. Es werde in der Hauptstraße zwar nicht gerast, aber einige würden doch deutlich schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren.


Nicht verstecken

"Mit den Laserkontrollen wollen wir in dem Bereich ein Signal setzen", kündigt Schmeißer an. Die Verkehrsteilnehmer sollen ruhig damit rechnen, dass auch in der Hauptstraße ab und zu die Geschwindigkeit gemessen wird. "Wir wenden aber keine Raubrittermethoden an", betont Schmeißer. Die Beamten mit der Laserpistole sollen sich auch nicht verstecken und die Autos aus der Deckung heraus anvisieren.

Die Höchstadter Polizei bevorzugt die sichtbare Geschwindigkeitskontrolle. Auch wenn das Ergebnis wirtschaftlich nicht so hoch ist, liege der Mehrwert in der Prävention, ist sich Schmeißer sicher.