Im Jahr 2007 hat das Bayerische Fernsehen das Erfolgsprojekt "Lauf10!" gemeinsam mit dem Bayerischen Leichtathletikverband ins Leben gerufen. Mehr als 40 000 Menschen in ganz Bayern nehmen inzwischen jedes Jahr daran teil.

Mit professionellen Trainingsplänen, angeleitet durch rund 200 Sportvereine und begleitet durch die "Abendschau"im Bayerischen Fernsehen nutzen sie die Gelegenheit, ihre Gesundheit, Ausdauer und Lebensqualität zu verbessern. "Regelmäßiges Laufen bzw. Walken ist das wirkungsvollste Training für das Herz-Kreislauf-System", so Professor Martin Halle.

Wegen Covid-19 musste in diesem Jahr der Startschuss verschoben werden. In Adelsdorf und Neuhaus ging es im Juli mit dem Training los und am vergangenen Freitag fand nun in Neuhaus der privat organisierte Abschlusslauf - derzeit gibt es ja keine offiziellen Läufe - statt. Hierzu hatten sich etwa 35 Teilnehmer gemeldet, dazu noch etwa 20 Trainer, sodass etwas über 50 Personen auf die Strecke gegangen sind.

Zeiterfassung

Angeboten wurden 5 Kilometer, 7,5 Kilometer und 10 Kilometer - je nach Verfassung, Zutrauen und Kondition. Die Walker liefen, auch der Dauer geschuldet, maximal 7,5 Kilometer. Die Zeit wurde elektronisch gemessen. Willi Wahl hielt am Startplatz in Neuhaus eine kleine Einführung. Am Ende erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde. Gelaufen wurde in Neuhaus im Kellerwald.

Start war im Juli

"Eigentlich sollte die Aktion ja Anfang Mai starten und im Juli mit einem gemeinsamen Abschlusslauf aller bayernweit teilnehmenden Gruppen in Wolnzach enden. Durch Corona konnte jedoch bei uns erst im Juli gestartet werden", so Volker Höfer, einer der beiden Vorsitzenden vom SC Adelsdorf, der zusammen mit Willi Wahl vom TSV Neuhaus diese Aktion initiiert hatte. Knapp 50 Personen, aus aus Höchstadt, Pommersfelden und Steppach, waren dann letztendlich am Start.

Seit Beginn wurde in vier Gruppen trainiert: Laufen Anfänger, Laufen Hobbyläufer, Walken Anfänger und Walken Hobbyläufer. Man traf sich jeweils Dienstag und Donnerstag ab 18.30 Uhr zum Training, überwiegend am Sportgelände des SCA, wo erst einmal ein gemeinsames Aufwärmtraining mit Willi Wahl auf dem Programm stand.

Anschließend liefen alle Gruppen ihre Einheit und zurück auf dem SC-Adelsdorf-Gelände war dann das "Cool down". Eine dritte Einheit sollte jeder Teilnehmer am Wochenende selbst durchführen.

20 Trainingseinheiten

Gesamt wurden 20 Trainingseinheiten absolviert. Als Vorbereitung hatte Willi Wahl Trainingspläne für jede Einheit erarbeitet und auf der Homepage des SC Adelsdorf bereitgestellt.

Mit einer Einweisung von Willi Wahl über die jeweilige Strecke am Startplatz stellten sich alle zum Start an. "Achtet bitte immer auf den Corona-Abstand", betonte er nach dem Erklären der Regularien. Jeder Läufer bekam eine Startnummer und dann ging es los.

Nach dem Lauf trafen sich alle beim TSV zu einem gemütlichen Grillabend. Drei begeistere Läufer erklärten dem FT, warum sie dabei sind.

Nora Tietze (14): Erika Kramer hat mich gefragt, ob ich als Trainerin mitmachen will und ich sagte sofort zu. Ich will einfach fitter werden und das Training hat mir viel Spaß gemacht. Die zehn Kilometer wollte ich einfach schaffen. Und es hat geklappt.

Thomas Lay: Ich hab mitgemacht, um mal wieder etwas für mich zu tun und um meine Fitness zu steigern. Außerdem lässt sich der innere Schweinehund in der Gruppe viel einfacher überwinden. Ich kann es jedem nur empfehlen. Mir hat es mega viel Spaß gemacht und ich durfte viele neue nette Leute kennenlernen. Nach zehn Wochen ist das Laufen doch fester Bestandteil geworden und ich werde weiter machen. Vielen Dank an die Organisatoren und Trainer vom SC Adelsdorf und TSV Neuhaus! Jürgen Schröder: Innerhalb unseres Sportvereines hat es sich im Laufe der Zeit etwas herumgesprochen, dass ich mittlerweile mein Faible fürs Laufen entdeckt habe und nach dem Absolvieren einiger Trainingspläne schon an mehreren Laufveranstaltungen bis hin zum Dreiviertel-Marathon in Fürth 2019 teilgenommen habe. Über die Anfrage zu Jahresbeginn, ob ich im Trainer- und Betreuerteam der beiden Vereine zu dem "Lauf10"- Programm mitwirken möchte, war ich sehr erfreut und es war für mich selbstverständlich, ein Teil des Teams zu werden. Nach den vergangenen zehn Wochen mit einem guten Team und einem tollen Teilnehmerfeld steht es für mich wie auch für die meisten anderen von uns außer Frage, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.