Vor fast einem Jahr haben acht Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Warmersdorf-Buchfeld eine anerkannte Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger begonnen. Nach arbeitsmedizinischer Untersuchung und der bestätigten körperlichen Eignung erwarben sie die theoretischen und praktischen Fachkenntnisse zum Einsatz mit schwerem Atemschutz in einem Lehrgang des Landkreises, den alle Teilnehmer erfolgreich abschlossen.

Wie Sebastian Weber, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion, berichtet, trafen sich die frisch gebackenen Geräteträger vor Kurzem zu einer ersten Atemschutzübung. Die Warmersdorfer Feuerwehr plant zusammen mit der Marktgemeinde Wachenroth eine Ersatzbeschaffung für das Tragkraftspritzenfahrzeug, das keine Ausrüstung mit Atemschutzgeräten besitzt. Ein neues Fahrzeug soll diesen Mangel ausgleichen.

Engagierte Quereinsteiger

Gut 25 aktive Feuerwehrleute zählt die Freiwillige Feuerwehr Warmersdorf-Buchfeld, wobei laut Pressebericht auch Quereinsteiger eine wichtige Rolle spielen. Auch Marktgemeinderat Andreas Pohle (SPD) unterstützt die Wehr seit Februar diesen Jahres aktiv. Der 57-Jährige wird noch die nötige Grundausbildung absolvieren, um in vollem Umfang unter anderem als Maschinist zur Verfügung zu stehen. Dies freut vor allem den Kommandanten Andreas Kleinlein, der neben engagierten Quereinsteigern nun auch erstmals auf eine Gruppe von Atemschutzgeräteträgern zurückgreifen kann. Die Ausbildung erfolgte am Standort Höchstadt. Warmersdorfs Gerätewart und Gruppenführer Justus Pohle war daran maßgeblich beteiligt, und er hatte auch die erste größere Übung ausgearbeitet.

Zimmerbrand mit Vermissten

Angenommen war ein Zimmerbrand im Erdgeschoss mit zwei vermissten Personen. Die Löschgruppe fuhr mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug an und nahm einen Löschangriff vor. Ein Überflurhydrant, die Pumpe und der Verteiler ergaben den Löschwasseraufbau, wobei zwei Atemschutztrupps bestehend aus zwei Geräteträgern mit je einem Strahlrohr in die mit einer Nebelmaschine verrauchten Räumlichkeiten vordrangen.

Ein piepsender Rauchmelder sorgte für realistische Geräusche bereits beim Eintreffen. Einsatzleiter Andreas Kleinlein und Gruppenführer Justus Pohle ordneten die Aufgaben zu und übernahmen die Überwachung der Trupps. Übrige Kräfte nahmen die Übungspuppen nach der Rettung entgegen. Als Beobachter war auch ein Atemschutzausbilder der Feuerwehr Höchstadt anwesend, der speziell die Tätigkeiten im Innen-angriff sowie die Kommunikation über Funk ins Auge fasste.

Zügig konnte das Übungsziel erreicht werden, berichtet Weber, wobei im Anschluss eine kurze Nachbesprechung erfolgte. Im echten Einsatz würden für solche Szenarien allerdings noch weitere Löschfahrzeuge benachbarter Feuerwehren hinzukommen.

Alles verlief unter strenger Einhaltung der nötigen Maßnahmen zum Infektionsschutz, sodass alle Beteiligten den vorgeschriebenen Abstand samt Mund-Nasen-Bedeckung bewahrten. Bei der Gesamtzahl von neun Personen im unmittelbaren Übungsgeschehen war dies jedoch überschaubar.