Wie Heßdorfs Bürgermeister Horst Rehder (BB) in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend bekanntgab, findet am Dienstag, 25. Juli, ab 9.30 Uhr im Herzogenauracher Vereinshaus der Erörterungstermin für das Planfeststellungsverfahren der an der A 3 geplanten Park- und WC(PWC)-Anlage nahe Klebheim statt.
In diesem Zusammenhang erklärte der Bürgermeister, dass außerhalb des förmlichen Planfeststellungsverfahrens zwischen der Gemeinde und der Autobahndirektion Gespräche laufen. Dabei gehe es um eine verbesserte Situierung des geplanten Regenrückhaltebeckens am Simon-Rabl-Weg, das beim Bau der Autobahn errichtet werden soll. Die Gemeinde hätte die Beckenanlage gerne östlich der Autobahn gesehen, um eine eventuelle Weiterentwicklung der Gemeinde zu ermöglichen.
Wie Rehder berichtete, teilte die Autobahndirektion mit, dass eine Beckenverlegung östlich der Autobahn aus wasserrechtlichen Gründen (Wasserschutzgebiet und Überschwemmungsgebiet) sowie aus Gründen des Artenschutzes und einem fehlenden Anschluss an bestehende Weiherketten nicht möglich ist. "Diese Argumente lassen sich offensichtlich mit sachlichen Argumenten nicht widerlegen", kommentierte der Bürgermeister die Aussage der Autobahndirektion.


Rückhaltebecken wird kleiner

Trotzdem könne die Gemeinde einen Teilerfolg verbuchen und habe bei den weiteren Verhandlungen eine technische Änderung erreicht. So werde die Anlage in Betonbauweise mit einer entsprechenden Eingrünung gebaut und der Grunderwerb könne damit um rund 3000 Quadratmeter reduziert werden. Die geänderte Planung führe zu einer stark verbesserten Nutzungsmöglichkeit für die Gemeinde. Voraussetzung für die bauliche Umsetzung ist allerdings das Einverständnis der betroffenen Grundstückseigentümer.
Dies ging einem Teil des Gremiums aber nicht weit genug. Allerdings konnten weder der Bürgermeister noch die Verwaltung Auskunft zu den Grundstücksverhandlungen geben. "Dies liegt einzig in den Händen der Autobahndirektion und die Gemeinde ist daran nicht beteiligt", erklärte der Bürgermeister, konnte damit einige Kritiker aber trotzdem nicht zufriedenstellen. "Die wollen doch auch was von uns, und deshalb sollte ein Planer das Vorhaben im Gemeinderat erläutern und näher vorstellen", forderte Johann Ort von den Freien Wählern. Denn nach seiner Meinung könnte die Anlage problemlos auf die andere Seite der Autobahn verlegt werden. Außerdem verlaufe in diesem Gebiet auch die Wasserleitung der Gemeinde und Ort stellte die Frage, ob dies den Planern auch bewusst sei.
Eigentlich sollte zur Änderung der Tekturplanung auch ein Beschluss gefasst werden, aufgrund der Diskussion verzichtete der Bürgermeister aber darauf und will den Punkt nochmal in der nächsten Sitzung behandeln. Ob daran ein Planer der Autobahndirektion teilnehmen wird, musste Rehder allerdings offen lassen.