Die Meinung der brasilianischen Gäste war einhellig: Der Aufenthalt in ihrer Partnergemeinde Lonnerstadt war "einfach herrlich und die Gastfreundschaft überwältigend". Organisiert durch die Kirchengemeinde, weilten 28 Brasilianer eine Woche lang in Lonnerstadt. Alle waren privat untergebracht - nicht nur in Lonnerstadt selbst, auch in Horbach, Schlüsselfeld und Thüngfeld. Der Abschied von den deutschen Freunden am Freitag dürfte daher nicht leicht gefallen sein. Am letzten Abend hatten die Gastgeber zu einem Abschiedsfest in die Greienmühle eingeladen. Neben deftigem Spanferkelbraten servierten die Gastgeber Musik von den Fränkischen Musikanten aus Ulzenheim.


Pfarrer Fischer war der Initiator

Einige der Gäste hatten zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem Aisch- und Weisachgrund gemacht, andere kannten Lonnerstadt bereits aus früheren Besuchen. Der erste Austausch hatte bereits 1994 stattgefunden. Initiiert hatte die Partnerschaft der damalige Lonnerstadter Pfarrer Rudi Fischer zusammen mit seinem brasilianischen Freund und Kollegen Edio Schwantes. Pfarrer Fischer hatte einige Jahre in Brasilien gelebt und gearbeitet. Auf der Greienmühle war er natürlich auch dabei. Viele der brasilianischen Gäste sprechen deutsch und tragen geläufige deutsche Namen. Ihre Vorfahren sind im 19. Jahrhundert nach Brasilien ausgewandert.
Die Kirchengemeinde hatte ein interessantes Programm zusammengestellt. Die Gäste besichtigten Lonnerstadt mit seinen schönen Fachwerkhäusern und konnten den Ort auf dem Kirchturm von oben bewundern. Eine Kellerbrotzeit durfte natürlich ebenso wenig fehlen, wie die Bekanntschaft mit den regionalen Spezialitäten Karpfen und Bratwürste. Eine Zwei-Tages-Fahrt führte die Besucher nach München, an den Achensee, zum Hintertuxer Gletscher und auf die Dominikushütte am Schlegeisspeicher.