Große Suchaktion an Weiher in Erlangen: Spaziergänger fanden am Freitag (10. Juli 2020) ein einsames Kinderfahrrad mit Helm in der Nähe eines Weihers. Es lehnte an einer Fischerhütte in der Nähe des Pestalozzirings im Stadtteil Eltersdorf. Zudem führten von dem rot-gelben Puky-Rad Spuren direkt zur Steilböschung des Weihers. Die Spaziergänger vermuteten Schlimmes und riefen die Rettungskräfte. Die waren sofort zur Stelle und starteten eine Suchaktion nach dem verschwundenen Kind.

Polizei und Feuerwehr fanden die Situation auch bedenklich und konnten nicht ausschließen, dass das Kind über die Böschung ins Wasser gefallen sein könnte und in Not ist. Mit Tauchern, einer Drohne und einem Suchhund wurde eine große Suchaktion nach dem Kind durchgeführt, berichtet Birgit Süssner, Einsatzleiterin der Feuerwehr Erlangen. Über 60 Einsatzkräfte waren im Einsatz, doch sie fanden das Kind nicht. Die Situation ging trotzdem gut aus.

Auflösung durch soziale Medien: Kind ist wohlauf

"Man hat die sozialen Netzwerke der Feuerwehr und Anwohner aktiviert und ein Bild von dem Fahrrad versendet. So konnte der Besitzer des Rads gefunden werden", erklärt Süssner. So stellte sich heraus, dass das Kind das Rad nur vorübergehend dort abgestellt hatte, sich zum Zeitpunkt der Suche aber gesund bei den Eltern befand. "Da ist allen ein ganz großer Fels vom Herzen gefallen und wir konnten die Suche abbrechen", freut sich die Einsatzleiterin.

Gerade ein Kindereinsatz sei für alle Einsatzkräfte immer besonders schwierig, erklärt sie weiter, denn jeder habe eine gewisse Betroffenheit und möchte alles daran setzen, das Kind zu retten. Dass die Situation auf diesem Weg ausging, habe bei allen für ein großes Aufatmen gesorgt.

Erst vor Kurzem kam es in Oberfranken zu einem schrecklichen Badeunfall: Ein Familienvater und seine vierjährige Tochter ertranken in einem Badeweiher.