Der Familienbetrieb Zum Löwenbräu in Adelsdorf hat sich in der Corona-Krise etwas Besonderes einfallen lassen: Einen überdimensional großen Bierkasten. Die Idee gibt es schon länger: Junior-Chef Hans-Günter Wirth hat schon im Frühjahr während des ersten Corona-Lockdowns die ersten zwei Riesen-Bierkästen produzieren lassen. "Aber die Idee ging dann irgendwie unter", erklärt er im Gespräch mit inFranken.de.

In den Kasten passen 120 Flaschen Bier. Welche Sorten den Bierkasten füllen sollen, kann sich der Kunde selbst heraussuchen. Gefüllt wiegt das Ding dann mehr als 120 Kilo - "Zwei starke Leute braucht man da schon", erklärt Wirth. Die Resonanz ist bisher sehr gut: "Die Nachfrage war so groß, dass wir nochmal 10-15 Kästen nachproduzieren." Zwei Kästen gibt es bereits, diese werden wochenweise von der Brauerei verliehen - die anderen kann man dann kaufen und dann mit nach Hause nehmen.

Zum Löwenbräu bekommt keine Corona-Hilfen: "Das ist eine Sauerei!"

Um an so einen Riesen-Kasten zu kommen, muss man ihn in bei Zum Löwenbräu vorbestellen. "Fünf Kästen aus der Nachproduktion haben wir schon verkauft, zehn Stück gibt es noch." Wenn mehr Kisten bestellt werden, könne man auch noch mehr machen. "Die kommen dann aber erst nach Weihnachten."

400 Euro verlangt die Wirth für die Kästen. 90 Euro für das Bier, 10 Euro Flaschenpfand und 300 Euro kostet der Kasten roh. Bei den verliehenen Kästen werden die 300 Euro als Pfand einbehalten. Gewinn macht die Brauerei damit nicht: "Das Bier würde normal 84 Euro kosten - wir verlangen 90. Dafür gibt es noch zwei Mützen obendrauf, also eigentlich ein normaler Lieferkauf", erklärt Wirth.

Allgemein macht die Brauerei nur 23% des Umsatzes aus. "Der Rest läuft bei uns eigentlich über die Gastronomie und das Hotel, beide sind allerdings aktuell geschlossen", erklärt Wirth. Weil Zum Löwenbräu jedoch als Mischbetrieb zählt, bekommt der Familienbetrieb aktuell keine Förderung. "Mit der Brauerei allein können wir die Kosten nicht abdecken. Wir zahlen fleißig Steuern hier und bekommen keine Förderung, weil wir ein Mischbetrieb sind. Das ist eine Sauerei, eine Frechheit! Da leiden wir und ganz viele andere sehr drunter."