Beim 17. Ballonmeeting der Raiffeisenbank Seebachgrund herrschten ideale Wetterbedingungen und es gab nach zwei Jahren in diesem Jahr wieder einen Start. Die mehr als 2000 Besucher, die auf die Anhöhe zwischen Heßdorf und Hannberg pilgerten, wurde diesmal nicht enttäuscht. Die Startleiter Helmut Engelhardt und Armin Busch vom Ballonsportclub bekamen von der Flugsicherung grünes Licht und zwölf von sechzehn gemeldeten Ballons schwebten in Richtung Osten davon.

Die Fahrten waren im Nu ausgebucht. In einem der Körbe war der Oberreichenbacher Bürgermeister Klaus Hacker (FW), der seine erste Ballonfahrt antrat. Den scherzhaften Hinweis, "zurück müsst ihr laufen", konterte Hacker: "Im Landkreis kenn ich mich aus, außerdem bin ich ziemlich sportlich." Auch den Hinweis auf die "Taufe", der sich Erstfahrer unterziehen müssen, schreckte den Bürgermeister nicht.
"Auf ein paar Haare kann ich auch verzichten, man muss das einfach mal erlebt haben", freute sich Hacker auf den Start.

Aber mit Stefan Reinmann stand auch ein Mitarbeiter des Fränkischen Tages in einem Korb. "Seit drei Jahren hab ich schon den Gutschein, endlich klappt es mal", erzählte der FT-Mann. Was ihm allerdings der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Horst Amon nachschickte, hat Reinmann wegen des fauchenden Brenners nicht mehr gehört. "Winkt mal, da drin ist der Stefan Reinmann. Der hat mächtig Höhenangst, vielleicht seht ihr ihn heute zum letzen Mal", scherzte Amon am Mikrofon und tausend Besucher winkten dem FT-Mitarbeiter zu.
Die größte Veranstaltung der Bank auf der Anhöhe zwischen Heßdorf und Hannberg lockt alljährlich die Besucher auf die große Wiese.

Für das leibliche Wohl sorgt der Stammtisch der Nimmermüden und immer wieder bildeten sich Schlangen an den Ausgabestellen. Die Bankmitarbeiter und die Feuerwehr, die auch für die Sicherheit verantwortlich zeichnete, hatten ein unterhaltsames Kinderprogramm vorbereitet. Da konnte an einem Spielhaus der Brand gelöscht werden, die Hüpfburg lud zum Toben ein, die Nachwuchskicker schossen auf die Torwand. Dosenwerfen war ebenfalls ein Renner. Dass eine Reihe von Kindern mit etwas verschmierten Gesichtern zu sehen waren, hatte auch einen besonderen Grund. Nämlich eine "Mohrenkopfwurfmaschine", da riss die Schlange nicht ab, die Versuchung war einfach zu groß.

Dass da immer wieder mal ein Kind kurzzeitig verloren ging, war da kein Wunder. Bankvorstand Horst Amon griff dann immer wieder mal zum Mikrofon, gab die Beschreibung des Kindes durch oder hielt eins in die Höhe. "Wenn es nicht abgeholt wird, nehm ich es mit nach Hause", dröhnte es aus den Boxen. Natürlich blieb kein Kind übrig und vertauscht wurde auch keines.

Nebenbei wurde auch über den Vorstandsvorsitzenden Edmund Kainer gespöttelt. "Der Chef ist heuer verreist und schon klappt es mit dem Start, den schicken wir im nächsten Jahr auch wieder auf Dienstreise, die letzten zwei Jahre war er da und es gab keinen Start."