Erlanger Bergkirchweih: Frau begrabscht, Hitlergruß gezeigt und Security verprügelt

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Bei der Erlanger Bergkirchweih am Pfingstsonntag 2026 blieb das Fest meist friedlich, trotz großer Besucherzahlen. Die Polizei meldete einzelne Vorfälle wie Körperverletzungen, sexuelle Belästigung und Verstöße gegen das Gesetz.

Zum traditionellen Frühschoppen auf der Erlanger Bergkerwa am Pfingstsonntag (24. Mai 2026) zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, so waren die Plätze auf den Kellern bereits um die Mittagszeit fast vollständig besetzt. Das starke Besucheraufkommen hielt bis in die späten Abendstunden an, wie die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt am Montag (25. Mai 2026) berichtet.

Trotz des vollbesuchten Festgeländes verlief der Pfingstsonntag aus polizeilicher Sicht überwiegend friedlich. Nur ein paar wenige Festbesucher wussten sich nicht zu benehmen, was Anlass für ein Einschreiten der Polizei bot.

Sexuelle Belästigung: Frau begrabscht und geküsst

Gegen einen 39-jährigen Deutschen leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen sexueller Belästigung ein. Der Mann aus Nürnberg berührte drei junge Frauen auf dem Festgelände unsittlich oberhalb der Kleidung.

Im Bereich der Fahrgeschäfte hatte ein ca. 25-jähriger Mann seine Gefühle nicht im Griff. Er versuchte, mit einer jungen Frau anzubandeln, was diese jedoch nicht erwiderte. Der Mann legte seinen Arm um die Frau und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Anschließend verschwand der bislang unbekannte Mann in der Menschenmenge.

Drei Männer im Alter zwischen 18 und 36 Jahren aus dem westlichen Landkreis gerieten aus noch ungeklärter Ursache mit mehreren Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes in Streit, der sich schließlich zu einer handfesten Auseinandersetzung entwickelte. Gemeinschaftlich schlugen und traten die drei Männer auf die Security-Mitarbeiter ein.

Männer schlagen auf Security ein

Zwei der Sicherheitsleute mussten daraufhin zur Behandlung in eine Klinik gebracht werden. Eine verbale Auseinandersetzung zwischen zwei Flaschensammlern endete damit, dass der ältere der beiden seinem Kontrahenten mit einer leeren Bierflasche auf den Kopf schlug. Hierbei zog sich der 53-jährige Geschädigte aus dem Landkreis Forchheim eine Beule zu.

Im Zuge der Feierlichkeiten beim sogenannten After-Berg ereigneten sich zwei kleinere körperliche Auseinandersetzungen, bei denen niemand ernsthaft verletzt wurde. Gegen 23.40 Uhr belästigte ein 28-jähriger Mann die Einsatzkräfte der Polizei in der Bayreuther Straße. Daraufhin sprachen die Beamten dem Mann aus dem Landkreis Ansbach einen Platzverweis aus.

Diesen erwiderte er mit verbalen Drohungen gegen die Polizisten. Als die Polizeibeamten den 28-Jährigen in Gewahrsam nehmen wollten, wehrte sich dieser gegen die polizeilichen Maßnahmen und schlug nach den Polizeibeamten. Diese blieben unverletzt und konnten weiterhin ihren Dienst verrichten. Ein Atemalkoholtest bei dem 28-Jährigen erbrachte einen Wert von 1,92 Promille.

"Hitlergruß" gezeigt: Polizei ermittelt gegen 40-jährigen Fürther

Ein bislang unbekannter Mann, ca. 25 Jahre alt und afghanisches oder pakistanisches Aussehen, griff im Bereich der Hauptstraße einer 26-jährigen Frau unter das getragene Dirndl und berührte sie unsittlich. Der Mann konnte unerkannt entkommen.

Bereits gegen 22.35 Uhr beobachtete eine Streifenwagenbesatzung einen 40-jährigen Mann aus dem Landkreis Fürth, wie dieser am Martin-Luther-Platz den "Hitlergruß" zeigte. Gegen den Mann ermittelt nun die Kriminalpolizei wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Im Rahmen von Verkehrskontrollen fielen sieben Verkehrsteilnehmer auf, die unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss ein Fahrzeug führten. Die festgestellten Alkoholwerte lagen hierbei zwischen 0,62 und 1,96 Promille. Auch im Bereich der Freizeitanlage am Bürgermeistersteg feierten wiederum etliche junge Leute ausgelassen.

In der Spitze hielten sich dort bis zu 600 Personen auf. Straftaten wurden der Polizei dort nicht bekannt. Lediglich mussten einige der Feiernden vom nahegelegenen Hubschrauberlandplatz verwiesen werden.

Vorschaubild: © Daniel Vogl/dpa