Früher als ursprünglich geplant wird die komplett erneuerte Kreisstraße ERH 18 im Abschnitt zwischen Dutendorf und Burgweisach wieder befahrbar sein. Tiefbauamtsleiter Friedrich Geyer rechnet damit, die Straße nicht erst zum Beginn der Sommerferien, sondern schon Mitte/Ende Juni freigeben zu können.

Die Arbeiten auf der 1,5 Kilometer langen Großbaustelle liegen mehr als im Zeitplan. Das ist aber nicht nur darauf zurückzuführen, dass der Asphalt der alten Straßendecke abgefräst, vor Ort zerkleinert, aufbereitet und wieder eingebaut wird.

Schon öfter hat der Landkreis bei Straßenerneuerungen dieses Verfahren gewählt. "Wir wollen mit dem Material umweltbewusst umgehen", sagt Geyer und preist die Vorteile der Recycling-Technik. So musste man die etwa 2500 Tonnen alten Straßenbelag nicht wegfahren und auf irgendwelchen weiter entfernten Deponien abladen. Es musste auch nicht diese Menge an neuem Material in Steinbrüchen gebrochen und herantransportiert werden. "Das hat uns viele Lkw-Fahrten gespart", sagt Bauleiter Robert Ruß vom Höchstadter Planungsbüro Valentin Maier.

So wurde das abgefräste Material nur zum nahen Vestenbergsgreuther Bauhof gefahren und dort in einer mobilen Anlage gebrochen und aufbereitet. Übrig blieb eine "35-Millimeter-Körnung", die mit Wasser und fünf Prozent Zement versetzt und kräftig durchgemischt wieder zurück auf die Baustelle wanderte. "Ideales Material als Unterbau für die neue Deckschicht", sind sich Ruß und Geyer einig.

Rund 800 000 Euro kostet die Erneuerung dieses Streckenabschnitts, der den Weisachgrund unter anderem direkt mit der A 3 verbindet. 5,50 Meter wird die Fahrbahn breit und soll in den nächsten 30 bis 50 Jahren auch den Schwerlastverkehr verkraften.