Fischkal hatte zuvor von einer konstruktiven Zusammenarbeit aller Fraktionen im Vorfeld der ersten Sitzung gesprochen und war der Meinung, auf diesem Wege seien die Wünsche aller Fraktionen berücksichtigt worden.
Der Bürgermeister wünscht sich einen zweiten Vertreter wegen der vielen Termine, so wie es in der Amtszeit seines Vorgängers Armin Goß (CSU) gehandhabt wurde. Trotzdem sprach sich Hans Mönius für die CSU-Fraktion gegen zwei Stellvertreter aus. Sabina König (Grüne) schlug eine Vertretung aus der Ratsmitte für gesellschaftliche Verpflichtungen vor. Dabei dachte Fischkal - so ergab eine Nachfrage - weniger an ehrende Aufgaben, sondern an Sitzungen von Gremien, in denen die Gemeinde als solche vertreten werden muss.
Sein Beispiel: die Treffen mit der Polizei zu Verkehrsfragen.

Zehn ungültige Stimmen

Die 20 stimmberechtigten Ratsmitglieder entschieden sich mit elf zu neun Stimmen für zwei Stellvertreter. Günter Münch (FW) schlug als erste Kandidatin die bisherige Stellvertreterin Jutta Köhler (SPD) vor, Andreas Maier für die CSU Ulrich Günther (CSU). Bei einer ungültigen Stimme votierten zehn Räte für Köhler und neun für Günther.
Als zweiten Stellvertreter schlugen die Freien Wähler ihren langjährigen Kollegen im Rat, Paul Sänger, vor. Die anderen Fraktionen benannten niemanden. Geschäftsleiter Wolfgang Mößlein gab als Wahlergebnis bekannt: zehn ungültige Stimmzettel, zehn Voten für Sänger.
Da die Bayerische Gemeindeordnung für eine gültige Wahl fordert, dass mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen gültig sein muss, muss der Wahlgang wiederholt werden. Dennoch brachte der zweite Wahlgang dasselbe Ergebnis wie der erste. Zwischenzeitlich hatten sich Bürgermeister und Fraktionen darauf verständigt, hier abzubrechen. Fischkal betonte aber: "Wir dürfen nicht über den gültigen Beschluss (zwei Stellvertreter zu wählen) hinweggehen."
Kleine Änderungen an der bisherigen Geschäftsordnung wurden einstimmig gebilligt. Ebenso, dass das Sitzungsgeld bei 30 Euro liegt. Allerdings erhalten Ratsmitglieder, die auf eine Zusendung der Sitzungsunterlagen in Papierform verzichten, einen Zuschlag von zehn Euro. Kämmerer Christian Jakobs hat nämlich berechnet, dass jede Zustellung als Papierpaket auf 12,40 Euro kommt.