Eng geht es zu auf der Kreisstraße zwischen Neuhaus und Heppstädt. So eng, dass die Gemeinde Adelsdorf beim Landkreis eine Sanierung beantragt hat. Es gebe auf den zwei Kilometern Engstellen, in denen es zu "gefährlichem Begegnungsverkehr" kommt, heißt es in dem Schreiben an das Landratsamt. Konkret gehe es um den Abschnitt entlang der dort vorhandenen Weiher.

In der Sitzung des Kreisausschusses am Montag wurde über die Sanierung beraten. Dazu ging man weit zurück zu einem Gemeinderatsprotokoll aus dem Jahr 1983. "Man sieht, es geht nichts verloren", sagte Landrat Alexander Tritthart (CSU) scherzhaft. Schon damals wurde eine Verbreiterung geplant. Allerdings gab es Probleme. Eigentümer wollten ihre Grundstücke nicht verkaufen. Das sieht nun offenbar anders aus. Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) habe positive Signale von den Grundbesitzern bekommen.


Ein 32 Jahre alter Beschluss

Obwohl es sich um eine Kreisstraße handelt, muss aber wohl Adelsdorf die Sanierung selbst bezahlen. Denn aus dem Protokoll von vor 32 Jahren geht hervor, dass die Gemeinde sich verpflichtet, die erste Sanierung zu finanzieren, wenn die damalige Ortsverbindungsstraße zur Kreisstraße umgestuft wird. "Ein Mann, ein Wort. Und wenn ein Beschluss 50 Jahre alt sein sollte", sagt Fischkal (FW). Er kann jedoch noch mit einem Landeszuschuss rechnen. Gestern wurde beschlossen, den Grunderwerb zu klären und dann die Kosten des Ausbaus zu ermitteln. Dann wird entschieden, wann die Straße gemacht werden kann.