Corona hat in diesem Jahr Volksfeste reihenweise flachfallen lassen. Das ist nicht nur schade für alle Freunde von Autoscooter, Zuckerwatte und Co., sondern verheerend für die ganze Schaustellerbranche.

Um hier zu helfen, unterstützt die Stadt Höchstadt die lokale Schaustellerfamilie Störzer bei einem temporären Freizeitpark auf der Aischwiese. Es warten ein Biergarten, 15 Fahrgeschäfte und eine abwechslungsreiche "Fressmeile" auf die Besucher. Besonderes Highlight: Das in Deutschland einmalige Fahrgeschäft "Blackout" ist in Höchstadt erstmals dabei. Rund 35 Schaustellerfamilien aus ganz Deutschland sind involviert.

Geräte gehen ohne Bewegung kaputt

Veranstaltungen wie diese sind für alle Betroffenen immens wichtig, damit es irgendwie mal wieder weitergehen kann: "Unsere Geräte gehen vom Rumstehen kaputt, die müssen sich bewegen", sagt Hauptverantwortlicher Alexander Störzer. Und das bei Geräten, die ohne Weiteres eine gute Million in der Anschaffung kosten - Investitionen, die nicht aus der Portokasse zu begleichen sind. "Allein ein Autoscooter-Auto kann zwischen 7500 und 12 000 Euro kosten", klärt der Schausteller auf. Seit die Krise sämtlichen Volksfesten einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, brechen der Branche also nicht nur die kompletten Einnahmen weg. Laufende Kosten wie Kredite, TÜV und Instandhaltung fallen ja trotzdem an.

Darum ist Störzer der Stadt auch dankbar für ihre Unterstützung und die faire Platzmiete: "Man ist uns sehr entgegen gekommen, damit das Risiko im Rahmen bleibt." Denn eine kühle und nasse Witterung kann durchaus den einen oder anderen Festgast vertreiben, der bei Sonnenschein gekommen wäre.

Maximal 1000 auf einmal

Vorbereitet ist man auf jeden Fall: "Das Hygienekonzept hat das Gesundheitsamt bereits genehmigt", berichtet Störzer. Maximal 1000 Menschen dürfen gleichzeitig auf dem umzäunten Areal sein - mit Registrierung selbstverständlich -, an Fahrgeschäften und Verkaufsständen besteht Maskenpflicht, Hygieneständer und Abstand tun das Übrige. "Da achtet das Personal auch drauf", weiß Störzer aus Erfahrung, da er dasselbe Konzept bereits erfolgreich in Deggendorf gefahren hat. Der Biergarten bekommt ein offenes Zelt, damit auch bei Regen dort gegessen und getrunken werden kann, in den Fahrgeschäften selbst werden die Abstände ohnehin eingehalten. "Wir sind guter Dinge, in Deggendorf kam das alles sehr gut an", so Störzer.

Sollte es das Herbstwetter so gar nicht gut meinen mit dem Familienpark, ist Bürgermeister Gerald Brehm (JL) zudem offen für ein weiteres Entgegenkommen: "Dann können wir nochmal reden."

Öffnungszeiten

Höchstadter Familienpark 7. bis 25. Oktober, Mittwoch und Donnerstag 15 bis 22 Uhr, Freitag und Samstag 15 bis 23 Uhr, Sonntag, 12 bis 21 Uhr. Montag und Dienstag Ruhetag. Jeden Mittwoch Familientag mit stark reduzierten Preisen.

Registrierung

Online unter https://hoechstadter-familienpark.kirmesmerch.com. Formulare liegen auch am Eingang und im Biergarten auf.