"Wo's mir gut geht." So heißt der neue Slogan der Barmherzigen Brüder. Und damit es noch mehr Behinderten gut geht, wird nun die Einrichtung in Gremsdorf um 70 Arbeitsplätze für Behinderte erweitert. Am Mittwochvormittag fand die Grundsteinlegung für den geplanten Neubau statt und Günther Allinger, der Einrichtungsleiter, konnte viele Gäste begrüßen.
Auf dem ehemaligen landwirtschaftlichen Gelände entsteht nun ein Gebäudekomplex, der aus einem Nord-, Mittel- und Südflügel bestehen wird. "Und wenn das Wetter keine Kapriolen macht, können wir das Richtfest für den Südflügel schon im Juli feiern und der Rohbau müsste bis Oktober fertig sein", meinte der Architekt Albert Kastner zuversichtlich.
Im neuen Gebäude werden die Fremdproduktion, die Landschaftspflegegruppe und die Lebensmittelverpackung Platz finden, genauso wie der Werkstattladen und der Speisesaal.
Sollte alles gut gehen, ist der gesamte Bau im Juli 2014 fertig zur Nutzung.
"Alles was der Mensch ersinnt, jedes Ding, das er beginnt, muss auf festem Grunde steh'n, soll es gut vonstatten geh'n", so begann der Grundsteinspruch des Architekten.
In der Kiste, die später in den Grundstein eingemauert wurde, lagen ein Hufeisen, eine Flasche Aischer Bier, verschiedene Euromünzen, die aktuellen Tageszeitungen, die Pläne der Werkstatt, Broschüren der Einrichtung, ein kurzes Anschreiben des Architekten, ein Konzept zur baulichen und inhaltlichen Weiterentwicklung, der Grundsteinspruch und die Wünsche der Bauherrschaft. Günther Allinger, Detlev Troll (Werkstattleiter), Eric Nagl (technischer Leiter) und Nadja Dölfel (Zweite Vorsitzende des Werkstattrates) "vernagelten" mit ihren guten Wünschen die Holzkiste.
"Alle Menschen haben das Recht auf Arbeit - sie muss nur zum Menschen passen, und mit diesen neuen Räumlichkeiten schaffen wir hier die Voraussetzungen", so der Einrichtungsleiter.
Bürgermeister Waldemar Kleetz (CSU) freute sich sehr über den Neubau. "In den 17 Jahren, in denen ich in Gremsdorf Bürgermeister bin, hat sich hier gewaltig was geändert!", meinte er. "Das ist aber das Werk der Barmherzigen Brüder und nicht meines!" Es wird viel von Integration und Inklusion geredet, aber hier in Gremsdorf geschieht es schon lange - das Miteinander von politischer und kirchlicher Gemeinde und der Einrichtung der Barmherzigen Brüder. Aktuell leben 215 Menschen in der Einrichtung und sie fühlen sich alle auch in Gremsdorf wohl.
Als die Kiste vernagelt war, trug sie der Polier der Baufirma Angermüller, Robert Klein, zum Grundstein. Die Gäste - Herbert Fiederling, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Höchstadt, und Vorsitzender des Freundeskreises, Alexander Tritthart (CSU), Bürgermeister von Weisendorf, Bürgermeister Kleetz, der Architekt, Bauarbeiter, die Hausleiter, Abteilungsleiter und Bereichsleiter der Werkstatt sowie einige Bewohner - zogen ebenfalls mit Dekan Kilian Kemmer zum Grundstein.
"Bei den Barmherzigen Brüdern ist der Dienst der Nächstenliebe besonders wichtig, was zugleich eine Säule, ein Grundstein des christlichen Lebens ist", freute sich der Dekan, bevor er die Holzkiste segnete, die dann im Grundstein versenkt wurde.