Das Tierheim Nürnberg hat auf seiner Facebook-Seite bekanntgegeben, dass der Pekinese "Gremlin" gestorben ist. Das Junge war zusammen mit 41 anderen Welpen von der Polizei auf der A3 aus einem illegalen Transport gerettet worden. Wie das Tierheim schreibt, standen die Chacen für "Gremlin" mit seinen 700 Gramm von Anfang an nicht sehr gut.



Die kleinen Hunde waren zusammengepfercht, ohne Futter, ohne Wasser: Die Polizei hat einen illegalen Welpentransport mit 42 kleinen Hunden auf der Autobahn 3 bei Erlangen in Mittelfranken gestoppt.

Die Welpen sind nach Angaben des Tierschutzvereins Nürnberg-Fürth in einem desolaten Zustand. "Fast alle haben Durchfall, teilweise sehr massiv. Außerdem wurden extremer Parasitenbefall, massive Ohrenentzündungen sowie Augen- und Nasenausfluss bei den Welpen festgestellt", teilte die Einrichtung am Montag mit.

Bei der Kontrolle eines tschechischen Wagens im Landkreis Erlangen-Höchstadt fanden Beamte in der Nacht auf Sonntag die mehreren Wochen alten Tiere in fünf Plastikboxen im Kofferraum und auf dem Rücksitz, wie die Polizei und der Tierschutzverein Nürnberg mitteilten.

Der 59 Jahre alte Fahrer war auf dem Weg nach Belgien, wo er die Tiere verkaufen wollte. Die Hunde trugen keinen Chip, auch hatte der Mann keine Papiere bei sich. Gegen den Fahrer wird nun unter anderem wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.
Die Welpen wurden ins Nürnberger Tierheim gebracht, wo sie untersucht und versorgt wurden. Die jungen Hunde seien nach der langen Fahrt "völlig durch", sagte Tierheimleiterin Tanja Schnabel. Die Hunde litten teilweise unter Durchfall, Parasitenbefall, Augenausfluss und entzündeten Ohren.

Immer wieder berichtet die Polizei von ähnlichen Vorfällen auf Bayerns Straßen. Ende November hatten Polizisten bei Pocking (Landkreis Passau) einen illegalen Tier-Transport mit 20 Hunden verhindert. Im Dezember startete der Freistaat eine Informationskampagne gegen den illegalen Welpenhandel.