Damit sich bei der diesjährigen Lichterprozession der St.-Georgs-Pfarrei, die traditionell am Abend des 1. Mai stattfindet, ein noch stimmungsvolleres Bild der Höchstadter Altstadt ergibt, hat die Pfarrei ein ganz besonderes Projekt initiiert. Im Zuge der Aktion "Höchstadt leuchtet" wurden die Anwohner am Marktplatz, am Stadtturm, am Vogelseck und in der Steinwegstraße eingeladen, auf ihren Fensterbrettern an diesem Abend Kerzen zu entzünden.

Das Besondere daran: Die Kerzen und passende Halterungen liefert die Pfarrei. Drei ehrenamtliche Mitglieder des Pfarrgemeinderats arbeiten seit Mittwoch an den Halterungen und sorgen dafür, dass am Maiabend jeder Anwohner, der bei der Aktion mitmacht, seine Fensterbretter damit schmücken kann.

"Die Bretter aus Fichtenholz werden dabei auf 70 cm Länge gekürzt, dann werden fünf Halterungen für die Kerzengläser eingefräst", erklärt Pfarrgemeinderat Georg Römer. Insgesamt 75 Bretter haben er und die anderen beiden Ehrenamtlichen, Gerhard Wirkner und Karl Krippner, zu bauen.

Obwohl alle drei im Maschinenbau ausgebildet wurden und daher mehr mit Metall zu tun haben, ist ihnen auch das Material Holz kein Fremdwort. Das Ergebnis ihrer Arbeit in der Scheune der Pfarrgemeinde, die unter anderem als Werkstatt dient, kann am 1. Mai bei der Lichterprozession durch Höchstadt bewundert werden. Am Sonntag um 20 Uhr beginnt in der Stadtpfarrkirche die erste feierliche Maiandacht. Bei der anschließenden Lichterprozession durch die Höchstadter Altstadt wird eine barocke Strahlenkranzmadonna mitgetragen. Die Prozession wird kurz nach 20.30 Uhr die Kirche verlassen und über die Hauptstraße, das Vogelseck und die Steinwegstraße durch das Stadttor zum Marktplatz ziehen.