Der Verein betreibt das Jugendzentrum in der Schützenstraße und das Kinderzentrum in der Judengasse im Auftrag der Stadt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Was weiß die Stadtverwaltung über den Fall? Das wollte am Donnerstag die CSB-Stadtratsfraktion wissen, doch die Antwort in der Sitzung war nicht sehr ergiebig: Weil die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft noch laufen, habe die Stadt keine neuen Erkenntnisse, sagte Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD). Bekannt sei nur, was die kommissarische Geschäftsführerin dem Zweiten Bürgermeister Norbert Tessmer (SPD) Ende März berichtet hatte: Dass es Unterschlagungen gab. Wenige Tage später wurden die Fraktionsvorsitzenden informiert.

Vereine und Einrichtungen, die Geld von der Stadt erhalten, müssen die ordnungsgemäße Verwendung schriftlich nachweisen. Das übernahm beim Domino der Geschäftsführer, bis zur Abrechnung des Jahres 2010.
2003, 2006, 2008 und 2011 habe das städtische Rechnungsprüfungsamt die Abrechnungen geprüft und nie Anlass zu größeren Beanstandungen gehabt, berichtete Kastner.

Ob Geld zurückgefordert werden könne, sei noch offen - es müsse das Ermittlungsergebnis abgewartet werden. Um besser kontrollieren zu können, wie viel Geld tatsächlich gebraucht wird, muss der Verein die einzelnen Positionen nun genauer aufschlüsseln als früher. sb