Viele verschiedene Voraussetzungen, aber ein gemeinsames Ziel: Dies stand im Fokus der Sportzeichenabnahme des TV 48 Coburg und des P-Seminars des Gymnasiums Casimirianum. Unter dem Motto "Be my Buddy" sollten eigentlich seit Frühjahr Menschen mit und ohne Handcap gemeinsam für das Sportabzeichen trainieren. Diese Aktion fiel leider Corona zum Opfer, aber die Schüler fanden im TV 48 Coburg einen Partner, um doch noch eine Abnahme des Sportabzeichens zu bieten. Auch empfindlich kühle Temperaturen und teilweise leichter Nieselregen konnten Coburgs Sportbegeisterte nicht abhalten. So haben am Ende 64 Teilnehmer von sechs bis 74 Jahren gemeinsam um Sekunden und Zentimeter gekämpft. Dass dabei auch das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung angeboten wurde, war ein Novum in Coburg und wurde ebenfalls gut angenommen.

Unterstützung erhielten die Veranstalter auch vom Behindertenbeauftragten des bayerischen Turnverbandes Günter Dietz, der mit seinem eigens entwickelten Mehrkampfabzeichen ein weiteres Angebot für gehandicapte Sportler hatte. Dies nutzten dann auch die Sportler der Rollstuhlgruppe des TV 48 Coburg, die sich erstmals am Weitwurf, Rollstuhlsprint und einem eigenen Parcours versuchten. Mit dieser Aktion konnte auch das P-Seminar des Casimirianums sehr zufrieden sein. Kathrin Grosch und Ines Höpfel waren als begleitende Lehrerinnen voll des Lobes für ihre Abiturienten: "Was die jungen Menschen hier trotz widriger Umstände auf die Beine gestellt haben, verdient Höchstachtung, und die Unterstützung des TV 48 Coburg war hervorragend." Sehr viel Anerkennung kam auch von den Teilnehmern, die sich freuten, dass sie auch im Jahr 2020 eine Chance auf ihr Sportabzeichen bekamen.